Der WiesnSparbrief der Münchner Bank

Pünktlich zum 200. Geburtstag des Oktoberfests bietet die Münchner Bank einen WiesnSparbrief zur WiesnMaß an. Letztere oder mehrere davon braucht man aber auch, um sich ernsthaft auf dieses Angebot einzulassen. Laut Münchner Bank handelt es sich beim WiesnSparbrief um ein attraktives Finanzprodukt, das gemessen an der Sicherheit eine gute Verzinsung bietet. Der Haken bei der Sache ist, dass der Sparbrief lediglich zwei Prozent bei drei Jahren Laufzeit bietet.

Um die 30 Banken bieten ihren Sparern höhere Zinsen. Der Sparbrief der estländischen Bigbank wird z.B. bei drei Jahren Laufzeit mit 3,7 Prozent verzinst. Allerdings sollte man bei diesem Angebot auf die Einlagensicherung achten. Der Sparbrief der Bigbank ist nur bis zu 50.000 Euro abgesichert. Mehr sollte man also tunlichst nicht anlegen, wie das Beispiel der kürzlich in Konkurs gegangenen Noa Bank zeigt.

Entsprechend betont die Münchner Bank dann auch die Sicherheit ihrer Anlage. Laut Aussage der Bank haben die Volks- und Raiffeisenbanken eine unbegrenzte Einlagensicherung, die durch den übergeordneten Verband gewährleistet sei und jede Summe decke.

Allerdings gibt es Sparbriefe oder auch Festgeldkonten mit ähnlich hoher oder der gleichen Sicherheit, die aber eine deutlich bessere Verzinsung bieten. So bietet z.B. die Sparda-Bank Hamburg, die ebenfalls im Bankenverband der Volks- und Raiffeisenbanken organisiert ist für dreijähriges Festgeld 2,75 Prozent Zinsen.

Selbst einige Tagesgeldangebote liegen über den zwei Prozent des WiesnSparbriefs und sind dabei nicht auf drei Jahre festgelegt, sondern täglich verfügbar.

Fazit: Man sollte sein Geld also lieber in die ein oder andere WiesnMaß als in den WiesnSparbrief anlegen. O’zapft is! 🙂