Entwicklung im Tages- und Festgeldmarkt

In unserer monatlichen Übersicht über die Entwicklungen beim Tages- und Festgeld steht diesmal der Festgeldmarkt in Vordergrund. Während sich beim Tagesgeld nicht wirklich viel verändert hat, gibt es beim Festgeld in letzter Zeit einen Trend zu höheren Zinsen. Vor Allem bei den eher kürzeren Laufzeiten bis zu zwei Jahren hat sich in der jüngsten Vergangenheit einiges bewegt. Anscheinend reagiert der Markt in diesem Sektor auf die zunehmende Anzahl von attraktiven Tagesgeldangeboten mit einer Zinsgarantie bis zu 6 Monaten.

So hat wie bereits berichtet die SWK Bank ihre Zinsen für verschiedene Laufzeiten gleich zweimal kurz hintereinander nach oben korrigiert. Speziell die Zinsen für eine Laufzeit von 24 Monaten wurden dabei bei beiden Zinssteigerungen bedacht und liegen nun bei 2,55 Prozent.

Auch die Credit Europe Bank hat ihre Zinsen wie berichtet für die Laufzeiten von 12 und 24 Monaten erhöht. Für eine Laufzeit von 12 Monaten stiegen die Zinsen um einen halben Prozentpunkt auf 2,00 Prozent, für 24 Monate um einen viertel Prozentpunkt auf 2,25 Prozent.

Schon davor hatte die Bank of Scotland ihre Festgeldzinsen, allerdings für die längeren Laufzeiten von 4 und 5 Jahren von 3,20 auf 3,50 Prozent, bzw. von 3,65 auf 3,80 Prozent erhöht. Für kurzfristigere und flexiblere Anlagen steht die Bank of Scotland mit ihrem Tagesgeld zu 2,20 Prozent schon seit Monaten konstant an der Spitze der Tagesgeldanbieter. Bei der Bank of Scotland handelt es sich um einen der wenigen Anbieter, der nicht auf Neukundenangebote mit einer begrenzten Zinsgarantie, sondern mit konstant guten Zinsen auf dem Tagesgeldmarkt punktet. Für Neukunden gibt es bis Ende des Jahres auch noch ein Startguthaben von 30.- Euro bei Neueröffnung eines Tagesgeldkontos.

Erst gestern haben die SWK Bank und die Credit Europe Bank ihre Festgeldzinsen auch für die kurze Laufzeit von sechs Monaten auf 1,65, bzw. 1,75 Prozent erhöht. Allerdings gibt es in diesem Bereich deutlich besser verzinste Tagegeldangebote mit einer ähnlichen langen Zinsgarantie.

Fazit: Tagesgeld mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren wird im Vergleich zum Tagesgeld wieder interessanter. Auch wenn in der momentanen Lage eher nicht mit Zinssenkungen zu rechnen ist, muss man doch sehen, dass viele Tagesgeldangebote nur Lockangebote für Neukunden sind und nach der versprochenen Zinsgarantie wieder auf ihr übliches deutlich niedrigeres Niveau fallen werden. Eine rühmliche Ausnahme ist nur die Bank of Scotland, die auf dem Tagesgeldmarkt seit langem konstant an der Spitze der Tagesgeldanbieter steht.