Bank of Scotland erhöht Festgeldzinsen

Ende letzter Woche hat auch die Bank of Scotland ihre Festgeldzinsen um 0,20 Prozentpunkte erhöht. Die vor allem durch ihr Tagesgeldangebot bekannte Bank bietet allerdings eher längere Laufzeiten von 4 oder 5 Jahren an. Für kurzfristigere und flexiblere Anlagen setzt die Bank of Scotland auf ihr mehrfach ausgezeichnetes und sehr zinsstabiles Tagesgeldangebot mit aktuell 2,2 Prozent Zinsen. Beim Festgeld kann sich der Kunde zwischen einer monatlichen und jährlichen Zinsauszahlung entscheiden. Für die monatliche Zinszahlung muss der Kunde allerdings einen Zinsabstrich von 0,05 Prozentpunkten hinnehmen. Hier die Zinskonditionen im Einzelnen:

monatliche Zinszahlung:

  • 3,65% – 48 Monate (vorher 3,45%)
  • 3,95% – 60 Monate (vorher 3,75%)

jährliche Zinszahlung:

  • 3,70% – 48 Monate (vorher 3,50%)
  • 4,00% – 60 Monate (vorher 3,80%)

Bei der Eröffnung eines Festgeldkontos bei der Bank of Scotland muss parallel auch, sofern nicht schon vorhanden, ein Tagesgeldkonto bei der Bank eröffnet werden, auf das die anfallenden Zinsen transferiert werden. Das stellt jedoch keinen Nachteil dar. Zum einen ist das Tagesgeldkonto, wie natürlich auch das Festgeldkonto kostenlos, zum anderen behauptet sich das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland schon lange in der Spitze der Tagesgeldangebote. Bis zum 31.01.2011 gibt es bei der Neueröffnung auch noch ein Startguthaben von 30 Euro obendrauf.

Die Bank of Scotland besticht in ihren Angeboten mit übersichtlichen und transparenten Konditionen. So gibt es weder eine Mindest- noch eine Maximaleinlage, die jeweiligen Zinssätze hängen nur von der Laufzeit und der Frequenz der Zinsauszahlungen ab. Für vorsichtige Anleger gilt es allerdings zu beachten, dass die Einlagensicherung der Bank of Scotland lediglich der gesetzlichen Einlagensicherung von seit Anfang dieses Jahres 100.000 Euro unterliegt.

Gerade bei den Zinsauszahlungen unterscheidet sich die Bank von anderen Instituten. Bei den meisten anderen Festgeldanlagen ist eine Auszahlung der Zinsen erst nach Ablauf oder mit Zinsabstrich jährlich möglich. Zudem sind die anfallenden Zinsen auf dem Tagesgeldkonto der Bank of Scotland gut, flexibel und zinsbringend angelegt.

Die estnische Bigbank bietet bis zu 4,7 Prozent fürs Festgeld

Die estnische Bigbank ist schon länger in der Topliste der Festgeldanlagen vertreten. Nun hat auch die Bigbank ihre Zinsen verändert. Entgegen dem momentanen Trend hat die Bank allerdings ihre Zinsen für kürzere Laufzeiten eher etwas zurückgenommen, bzw. ganz aus dem Programm genommen, bietet dafür aber neue hohe Laufzeiten von 7 und 10 Jahren an. Bei der Laufzeit von 10 Jahren und einer Mindesteinlage über 30.000 Euro sind dabei Zinsen von 4,7 Prozent zu erzielen. Dabei handelt es sich natürlich um einen sehr langfristigen und schwer überschaubaren Anlagezeitraum. Bei Festgeldverträgen ab 65.000 Euro bietet die Bigbank sogar die Möglichkeit an, die Zinsen direkt mit dem Geldinstitut auszuhandeln.

Laufzeiten unter 12 Monaten bietet die Bigbank überhaupt nicht mehr an. Bei den Laufzeiten zwischen 12 und 23 Monaten sind die Zinsen um 0,20 Prozentpunkte gefallen. So liegen die Zinsen für eine 12 Monatige Laufzeit je nach Anlagebetrag nun bei 2,10 Prozent für Beträge bis 10.000 Euro, 2,15 Prozent für den Bereich zwischen 10.000 und 30.000 Euro und 2,20 Prozent für Anlagen über 30.000 Euro. Insgesamt unterliegen alle angebotenen Laufzeiten dieser Zinsstaffelung je nach Anlagebetrag und steigern sich bis zum Spitzenzinssatz von 4,70 Prozent. Üblich ist die Zinszahlung bei Ablauf. Bei Verträgen ab 2 Jahren Laufzeit ist auch eine jährliche Zinsauszahlung möglich, die aber mit einem Zinsabstrich von 0,05 Prozent verbunden ist.

Estland ist mit Jahresbeginn der Euro-Zone beigetreten. Dementsprechend unterliegen Festgeldanlagen bei der Bigbank der ebenfalls ab 01.01.2011 in der Eurozone erhöhten gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung von 100.000 Euro. Ob und für wen Laufzeiten von 7 oder gar 10 Jahren sinnvoll sind, mag jeder selbst entscheiden. Denkbar wäre zum Beispiel eine Anlage, um die Ausbildung von Kindern oder Enkeln abzusichern.

Commerzbank: Trotz Milliardengewinn keine Zinsen für den Staat?

Vermutlich geht der Staat und damit der Steuerzahler trotz eines operativen Gewinns der in Folge der Finanzkrise teilverstaatlichten Commerzbank leer aus.

Trotz des im Vergleich zum zweiten Quartal geringeren operativen Gewinns, geht die Bank nach wie vor von ihrem Gewinnziel von einer Milliarde Euro aus. Damit kehre man ein Jahr früher als erwartet in die Gewinnzone zurück, äußerte sich Bankchef Martin Blessing. Nach neun Monaten betrug das Plus 1,17 Milliarden Euro nach einem Minus von knapp 2,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Auch die Risikovorsorge für faule Kredite konnte stärker gesenkt werden als erwartet. Diese soll nach Aussage des Finanzvorstands Eric Strutz für dieses Jahr unter 2,7 Milliarden Euro liegen.

Trotz dieser guten Zahlen und des anvisierten Milliardengewinns sind die Zinsen für die stille Einlage des Staates ungewiss, denn die Commerzbank hat angekündigt im Einzelabschluss der Commerzbank AG nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) eine Abschreibung in signifikanter Höhe auf die Eurohypo vornehmen zu müssen. Über die genaue Höhe der Abschreibung äußerte sich die Bank nicht. „Der HGB-Abschluss wird im März 2011 aufgestellt, dann wird auch die genaue Höhe des Wertberichtigungsbedarfs festgestellt“, hieß es in einer Mitteilung.

Sollte die Commerzbank AG durch die Abschreibung im HGB-Einzelabschluss in die roten Zahlen gerechnet werden, erhielte der Staat erneut keine Zinsen auf seine stille Einlage von 16 Milliarden Euro. Die staatliche Einlage sollte eigentlich mit neun Prozent verzinst werden. Im internationalen Bilanzierungsstandard (IFRS), bei dem die Eurohypo-Abschreibung nicht fällig wird, steht die Commerzbank damit erneut mit einem Milliardengewinn dar.

Jubiläum bei der Volkswagen Bank direct

Die Volkswagen Bank direct trat vor 20 Jahren im Jahr 1990 als erste Direktbank der Automobilbranche in den Markt. Jetzt 20 Jahre später hat die Volkswagen Bank direct in ihrem Jubiläumsjahr 1 Millionen Kunden und verfügt über ein Einlagenvolumen von 20 Milliarden Euro.

In ihrer Geschichte erhielten die Produkte der Bank etliche Auszeichnungen, wie die Auszeichnung als beste Sparbriefbank 2009 oder im aktuellen Jahr die Auszeichnung als bester Baufinanzierer unter den Direktbanken. Die Volkswagen Bank direct hat ein weit gestreutes Angebot an Produkten vom Girokonto über Tagesgeld, Sparbrief und weitere Anlage-, Spar- und Investmentprodukte bis zu Konsumenten- und Hypothekenkrediten.

Auch im Vertrieb wurden neue Wege beschritten. So wurde zum Beispiel das „Festgeld Super Zins“-Konto bei allen Lidl- und Kaufland-Filialen angeboten. In Puncto Sicherheit beim Onlinebanking war die Volkswagen Bank direct Vorreiter und führte 2004 als erste deutsche Bank einen mobilen Tan-Generator ein.

Bei der Refinanzierung der Volkswagen Financial Services AG spielt die Volkswagen Bank direct heutzutage eine entscheidende Rolle. „Wir refinanzieren uns im Euroraum zu mehr als einem Drittel über das Einlagengeschäft. Der enorme Einlagenzuwachs zeigt, dass unsere Kunden auch in schwierigen Zeiten Vertrauen in uns setzen“, erklärt Dr. Michael Reinhart, Geschäftsführer der Volkswagen Bank GmbH und für den Bereich Risikomanagement verantwortliches Vorstandsmitglied der Volkswagen Financial Services AG.

Dispozinsen: Ein Vergleich spart unnötige Gebühren

Die meisten Verbraucher haben die Verzinsung Ihres Girokontos, Tagesgeld oder Festgeld fest im Auge. Jeder gesparte Euro soll sich schließlich bestmöglich vermehren. Was dabei leider oft vergessen wird, sind die Dispozinsen. Während die Guthabenzinsen meist sehr schnell bei Senkungen des Leitzinssatzes nach unten korrigiert werden, passiert dies bei den sogenannten Dispositionsgebühren nur selten. Hier heißt es besonders wachsam zu sein, um hinterher nicht drauf zu zahlen.

Jede Bank hat andere Dispozinsen. Ein Vergleich lohnt sich also nicht nur bei den laufenden Fixkosten und den aktuellen Habenzinsen, sondern auch den zu erwartenden Dispositionsgebühren. Ein Konto kommt manchmal schneller in das Dispo, als man glaubt und dann beginnen diese Kosten eine wichtige Rolle zu spielen. Aktuell schwanken die Dispozinsen von ca. 12% – 5%. Im günstigsten Fall zahlen Sie also nur 5% für eine geduldete Überziehung des Kontos, während im schlechtesten Fall mehr als doppelt so viele Gebühren mit bis zu 12% berechnet werden können.

Verbraucherschützer mahnen die Banken seit langem, die Dispozinsen schneller dem aktuellen Leitzins anzupassen. Es ist bislang noch ein Ungleichgewicht, da die Habenzinsen sehr schnell gesenkt werden und die Dispozinsen oft Monate auf einem hohen Niveau bleiben. Für den Verbraucher zeigt dies, wie wichtig ein regelmäßiger Vergleich der verschiedenen Girokonten ist. Ein kostenloses Girokonto hat oftmals sogar günstigere Sollzinsen, als bei der eigenen Hausbank.

Gut informiert ist halb gewonnen

Wenn es um Finanzen und die eigenen Ersparnisse geht, sollten Sie stets die richtigen Entscheidungen treffen. Ein Phänomen in Deutschland ist, dass beim Kauf von Produkten viel Zeit in Vergleiche, Testberichte und Erfahrungen anderer Käufer investiert wird, bevor die eigene Kaufentscheidung getroffen wird. Wahrscheinlich haben Sie ähnlich gehandelt, denken Sie nur daran wie es war als Sie Ihr letztes Auto gekauft haben oder einen modernen Flachbild Fernseher.

Gut informiert ist halb gewonnen. Schließlich wollen Sie doch keinen Fehlkauf tätigen. Das gilt natürlich auch bei der Wahl der richtigen Bank und Finanzprodukte. Verlassen Sie sich hier nicht nur blind auf Ihr Gefühl oder auf das, was ich Bankberater Ihnen rät. Leider ist es meist so, dass nicht mehr das beste Produkt empfohlen wird, sondern das Produkt mit der höchsten Provision für Ihren Bankberater.

Deshalb gilt, besser vorher informieren, als hinterher das Nachsehen haben. Wenn es um Ihr Geld geht, dann sollte Ihnen dieser Grundsatz in Fleisch und Blut übergehen. Wir möchten Sie dabei unterstützen stets die richtige Entscheidung zu treffen, indem Sie unser umfangreiches Informationsportal zum Themen Finanzen und Banken ausgiebig studieren.