In Deutschland ist wieder vermehrt Falschgeld im Umlauf. Die Bundesbank, der Handel und die Polizei haben alleine im ersten Halbjahr 2010 bereits 33645 gefälschte Scheine entdeckt und aus dem Zahlungsverkehr genommen. Der Schaden für die Besitzer beläuft sich dabei auf 1,9 Millionen Euro alleine in Deutschland. Europaweit ist das Problem noch deutlich gravierender und liegt bei etwa dem Zehnfachen. Auffallend ist allerdings, das gerade in Deutschland ein deutlicher Anstieg zu erkennen ist, während es in ganz Europa einen Rückgang von 13% beim Falschgeld gab.
Bankkunden und Verbraucher sollten deshalb besonders vorsichtig sein. Bei den Scheinen ist der 50 Euro Schein offenbar bei den Fälschern am beliebtesten. Rund zwei Drittel des Falschgelds sind 50 Euro scheine, danach folgen 20 Euro Scheine. Bei den Banken ist die Gefahr sehr gering Falschgeld zu bekommen, da hier alle Kassensysteme und Geldautomaten eingebaute Schutzmechanismen haben und Falschgeld normalerweise sofort erkannt und ausgefiltert wird.
Die größte Gefahr ist der tägliche Umgang mit Bargeld im Handel. Beim Einkaufen im Supermarkt oder Shoppen in der Stadt könnte man jederzeit einen falschen Fünfziger zurück erhalten. Deshalb sollte jeder Geldschein sofort auf die wichtigsten Merkmale wie Wasserzeichnen, Hologramm und Silberstreifen überprüft werden. Im Zweifel die Annahme verweigern und einen anderen Schein verlangen. Wenn es sich tatsächlich als Falschgeld erweist, wird der Schein von der Polizei eingezogen und der letzte Besitzer hat den Schaden.
Entgegen der weiläufigen Meinung, dass Falschgeld ausschließlich aus Geldscheinen besteht, sind genauso viele gefälschte Münzen im Umlauf. Die Bundesbank registrierte ebenfalls im ersten Halbjahr 2010 eine erhebliche Zahl von fast 33600 gefälschten Münzen. Bei den Münzen ist das 2 Euro Stück am häufigsten als Falschgeld im Umlauf. Hier haben die Fälscher offensichtlich die größte Gewinnspanne. Das Fälschen von Münzen ist deutlich aufwendiger und kostspieliger, da hierzu Metalle eingekauft werden müssen. Umso erstaunlicher scheint es, dass die gefunden Menge Falschgeld bei Scheinen und Münzen beinahe gleich groß ist.
Die Entwicklung der Vermögensverteilung in Deutschland lässt interessante Rückschlüsse über die Auswirkungen der Finanzkrise zu. Der aktuelle Global Wealth Report 2010 hat die Vermögensverteilung und Entwicklung weltweit analysiert.
Bei der weltweiten Vermögensverteilung gibt es eine sehr interessante Zahl, die nachdenklich machen sollte. Im vergangen Jahr hatten weniger als 1% aller Haushalte eine Vermögen von über 1 Million Dollar. Dies scheint zunächst nicht weiter verwunderlich, jedoch machen diese 1% der Millionäre etwa 38% aller Vermögenswerte weltweit aus. Im Vergleich ist außerdem Europa die reichste Region der Welt mit Vermögenswerten von 37,1 Billionen Dollar.
Was bedeutet dies? Obwohl die Oberschicht der Millionäre absolut in der Minderheit ist und nicht einmal jeder hundertste Millionär ist, kontrollieren diese fast 40% der weltweiten Vermögenswerte. Der Einfluss auf die Finanzmärkte ist also enorm. Umgekehrt müssten damit die Millionäre die Verlierer der Finanzkrise sein.
Umso ungewöhnlicher erscheint es, dass seit dem Krisenjahr 2008 bis zum Jahr 2009 die Zahl der Millionärshaushalte alleine in Deutschland um beachtliche 23% gestiegen ist. Insgesamt gibt es nun über 430.000 Millionäre in Deutschland. Die Zahl der Millionäre steigt weltweit, nicht nur in Deutschland. Die größten Zuwächse gibt es in Singapur mit 35% und Malaysia mit 33% . Asien überholt die Europäer inzwischen sogar schon bei der Zahl der neuen Millionäre.
Aufgrund der starken Zuwächse bei den Millionären und deren Vermögen haben sich die Auswirkungen der Finanzkrise wieder egalisiert. Die Vermögenswerte sind etwa wieder auf einem ähnlichen Niveau, wie vor der Krise. Die Ursachen liegen wohl hauptsächlich in der größeren Risikobereitschaft der Millionäre in Investmentfonds und Aktien zu investieren. Kleinanleger sind hier noch deutlich im Rückstand.
Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die privaten Haushalte und eher ärmere Haushalte in der Entwicklung stagnieren. Es gibt dort keine erkennbare Tendenz nach oben oder unten in der Vermögensentwicklung. Möglicherweise liegt dies auch daran, dass mittlerweile Millionen Deutsche Hartz4 Empfänger sind und somit konstant die gleichen Sozialleitungen erhalten.
Bundeswertpapiere gehören zu den sichersten Geldanlagen, die auf dem Markt verfügbar sind. Als sicher gelten Bundeswertpapiere deshalb, weil der Bund als sicherer Schuldner eintritt. Das bedeutet der gesamte Staat Bundesrepublik Deutschland haftet mit sämtlichen Steuereinnahmen für Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen sowie Finanzierungsschätze. Diese hohe Sicherheit wird in der Regel mit vergleichsweise niedrigen Zinsen erkauft. Allerdings schwanken die Zinssätze teilweise erheblich, je nach gewählter Anlagedauer.
Unterschiedliche Sparziele und Laufzeiten ermöglichen sowohl kurzfristigen Anlegern als auch konservativen Sparer die Möglichkeit diese Hohe Sicherheit des Staats zu genießen. Bundesschatzbriefe sind dabei auf etwa 6 bis 7 Jahre ausgelegt, während Bundesanleihen auf bis zu 30 Jahre gehalten werden. Im Gegensatz zu früher hat der Anleger heute mehr Möglichkeiten. So können Bundeswertpapiere nach einem Jahr zurück gegeben werden und gegen bessere getauscht werden.
Wer Kosten sparen möchte, sollte folgenden Tipp von Girokonto gratis umsetzen: Kaufen Sie Bundeswertpapiere nicht über Ihre Bank sondern direkt bei der Deutschen Finanzagentur in Frankfurt. Die sogenannte Bundeswertpapierzentrale gibt direkt an Endkunden die Bundeswertpapiere aus. Das hat den Vorteil, dass keine Depotkosten und keine Verwaltungskosten anfallen. Bei der Finanzagentur werden die eigenen Wertpapiere kostenfrei gehandelt und gelagert, während Sie bei der Hausbank für alle Leistungen Gebühren zahlen müssen.
Der Bund hat eine sehr übersichtliche Webseite zum Thema Bundeswertpapiere, welche sich interessierte Anleger einmal näher ansehen sollten. Unter http://www.bundeswertpapiere.de finden Sie alle aktuellen Konditionen und Zinsmodelle, die Sie mit Tagesgeld Banken auf unserem Informationsportal vergleichen können.
Die abschließende Frage, ob Bundeswertpapiere nun wirklich sicher sind, kann man ganz einfach beantworten. Solange die Bundesrepublik Deutschland als Staat nicht pleite geht, sind diese Papiere zu 100% sicher. Bis vor wenigen Jahren hat man es nahezu ausschließen können, dass ein europäischer Staat pleite gehen kann. Das Beispiel Griechenland hat uns leider eines besseren gelehrt. Doch so lange Deutschland zahlungsfähig bleibt, haben Anleger mit Bundeswertpapieren eine sehr gute Wahl getroffen.