Automatengebühren: Erneute Kritik an Sparkassen und Volksbanken

Obwohl sich die Gebühren für Bargeldabhebungen an Geldautomaten von Fremdbanken, wie gegen Ende letzten Jahres berichtet, um beziehungsweise unter 5 Euro eingependelt haben, stehen vor allem die Sparkassen und Volksbanken weiterhin in der Kritik. Zwar sind damit Gebühren von bis zu oder sogar über 10 Euro pro Abhebung vom Tisch, allerdings gelten Gebühren von 5 Euro in Expertenkreisen als immer noch zu hoch. Die tatsächlichen Kosten der Banken für Abhebungen von Fremdkunden liegen nach Expertenmeinung unter einem Euro.

Während sich die Privatbanken auf eine einheitliche Gebühr von 1,95 Euro geeinigt haben und auch die PSD- und Sparda-Banken diesem Beispiel gefolgt sind, nutzen die Sparkassen und Volksbanken ihr Automaten-Monopol speziell in ländlichen Gebieten weiterhin aus und berechnen Gebühren bis zu 5 Euro. „Offenbar sollen damit Kunden bestraft werden, die sich günstigere Giro-Anbieter ausgesucht haben und den Geldautomaten der früheren Bank auf Grund kurzer Wege weiter nutzen wollen“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung.

Auch die Gebühren für Abhebungen im EU-Ausland bleiben mit fünf bis sieben Euro sehr hoch. Kunden sollten sich bei Reisen ins Ausland vorab über die Gebühren für Bargeldabhebungen mit der ec-Karte informieren. Unter Umständen ist die Bargeldbeschaffung mit einer Kreditkarte die günstigere Alternative. Dies gilt vor allem für einige Direktbanken, die entweder kein oder nur ein kleines Netz an Geldautomaten anbieten. In diesen Fällen ist oftmals eine Bargeldabhebung am Automaten mit einer Visa- oder Mastercard, unter Umständen auch im Inland, günstiger oder sogar kostenlos.

Spätestens ab 15. Januar dieses Jahres müssen Banken in Deutschland an ihren Geldautomaten die Gebühren vor der Bestätigung der Abhebung anzeigen, um dem Kunden einen Abbruch zu ermöglichen. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Praxis im Laufe der Zeit zu einer weiteren Senkung der Gebühren führt. Speziell im ländlichen Gebieten ist allerdings zu befürchten, dass die Sparkassen und Volksbanken ihre Vormachtstellung weiterhin ausnutzen. Es wird sicherlich vor allem vom Verhalten der Verbraucher abhängen, ob und wie viel sich in diesem Bereich noch bewegen lässt.

Gesetzliche Einlagensicherung steigt auf 100.000 Euro

Zum Jahreswechsel ändert sich die gesetzliche Einlagensicherung im Euroraum zu Gunsten der Anleger. Derzeit sind Einlagen auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten bis zu einer Höhe von 50.000 Euro bzw. dem entsprechenden Gegenwert in eigener Währung für EU-Länder, die noch nicht der Währungsunion beigetreten sind, gesetzlich abgesichert. Ab Januar nächsten Jahres steigt die gesetzliche Einlagensicherung auf 100.000 Euro.

Die meisten deutschen Kreditinstitute bieten eine weitaus größere freiwillige Einlagensicherung im Rahmen von Einlagenfonds, die gemeinsam von mehreren Banken, bzw. Bankenverbänden getragen werden. Allerdings gibt es auch deutsche Banken, die lediglich der gesetzlichen Einlagensicherung entsprechen, wie zum Beispiel die im Spätsommer pleite gegangene NOA-Bank.

Für Anleger ist diese Erhöhung der Einlagensicherung aber vor allem interessant, wenn Kapital in Tages- oder Festgeldkonten ausländischer Banken aus dem EU-Raum angelegt werden soll.

So wertet die Regelung sehr gute Tagesgeldangebote, wie das der Bank of Scotland, oder Festgeldangebote, wie das der estländischen BIGBANK zusätzlich auf.

Speziell das von uns schon des öfteren empfohlene und von der Stiftung Warentest aufgrund seiner Zinsstabilität auf hohem Niveau ausgezeichnete Tagesgeldkonto der Bank of Scotland wird damit auch für höhere Anlagesummen interessant. Zudem erhält man als Neukunde bis zum 31.12.2010 auch noch ein Startguthaben von 30.- Euro. Ob dieses Startguthaben auch noch ins kommende Jahr verlängert wird, steht aktuell noch nicht fest. Da dieses Tagesgeldkonto zu aktuell 2,2 Prozent Zinsen kostenlos ist und keine komplizierten Rahmenbedingungen wie Mindesteinlage oder Zinsstaffelung enthält, spricht nichts dagegen noch dieses Jahr ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland zu eröffnen.

Neuer Skandal bei der Hamburger Sparkase ?

Nach dem Skandal um psychologische Kundenprofile der Hamburger Sparkasse ist die größte deutsche Sparkasse erneut in die Schlagzeilen geraten. Laut NDR hat die Haspa in einer Marketingaktion mit Unterstützung einer Hamburger Grundschule Eltern mehr oder minder dazu gedrängt, für ihre Kinder ein Girokonto bei der Sparkasse zu eröffnen. Hintergrund ist ein gemeinsames Schreiben der Schulleitung und der Haspa, das die Eltern dazu auffordert ein Konto für ihre Kinder zu eröffnen, da das Essen in der Kantine zukünftig mit Geldkarte bezahlt werden soll.

In dem Schreiben von Schulleitung und Haspa heißt es nach NDR-Angaben: „Als Partner der ‚Schule am Walde‘ unterstützen wir sehr gerne die Einführung des neuen Zahlungsmittels und stellen das komplette System zur Verfügung. (…) Bitte eröffnen Sie für Ihr Kind ein Schüler-Girokonto bei der Haspa.“

Sowohl die zuständige Schulbehörde, als auch die Hamburger Sparkasse bemühten sich um Schadensregulierung. „Das geht natürlich überhaupt nicht“, sagte eine Sprecherin der Schulbehörde. Die Schulleitung sei dazu aufgefordert worden, dies klarzustellen. Es müsse gewährleistet sein, dass das Schulessen mit jedweder Geldkarte sowie in bar bezahlt werden könne. Mit Blick auf die große Nähe der Haspa zu der Grundschule als Partner des Bildungsinstituts verwies die Sprecherin auf die Sponsoringrichtlinie, die genau festlege, was möglich sei. Eine Sprecherin der Hamburger Sparkasse betonte, dass in der Schulkantine auch Geldkarten anderer Institute einsetzbar seien. Die Haspa stelle nur das System zur Verfügung und biete ein kostenloses Schüler-Girokonto an.

Ob das wirklich ein neuer Skandal ist, weiß ich nicht. Unwillkürlich habe ich mich an meine schon etwas zurückliegende Grundschulzeit erinnert. Damals ging es nicht um Geldkarten und eine Kantine gab es auch nicht. Für meine Schulspeisung (Kakao oder Milch) haben mir meine Eltern damals noch täglich ein paar Groschen mitgegeben, allerdings kam einmal im Jahr anlässlich des Weltspartags der Sparonkel von der örtlichen Kreissparkasse um nachzusehen, was sich in der Spardose angesammelt hat, die zum Schulbeginn ausgeteilt wurde. Das Geld landete auf einem Sparbuch der KSP, das wohl meine Eltern für mich angelegt hatten. Jetzt raten Sie mal bei welcher Bank ich anlässlich meines ersten Ferienjobs mein erstes Girokonto eröffnet habe?

Inwieweit so eine frühzeitige Werbung und Prägung legitim ist, ist sicherlich fraglich. Umgekehrt stellt sich natürlich die Frage, warum andere Institute die Chance, im Rahmen der Förderung von Bildung Werbung für ihre Angebote zu machen, nicht so nutzen wie die Sparkassen.

Global MasterCard Premium auch für gewerblichen Zahlungsverkehr zugelassen

Die Global MasterCard ist eine Kreditkarte auf Guthabenbasis für Jedermann ohne Bonitätsprüfung und Schufa-Auskunft, bzw. -Meldung. Das Angebot der Schwäbischen Bank AG gibt es in den drei Ausführungen Starter, Traveller und Premium. Während es sich bei den ersten beiden Varianten um reine Prepaid-Kreditkarten-Angebote handelt, beinhaltet die Premium-Variante eine wenn auch eingeschränkte Kontofunktionalität. Eingeschränkte Kontofunktionalität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man eine Kontoverbindung mit deutscher Bankleitzahl und Kontonummer erhält, über die man sowohl Überweisungen empfangen kann, als auch online auf deutsche Girokonten überweisen kann. Lastschrifteinlösungen sind allerdings nicht möglich. Mit der MasterCard kann man an den üblichen Akzeptanzstellen bezahlen und mit der inklusiven PIN auch Bargeld abheben. Beim Abheben von Bargeld fallen allerdings 5,00 Euro Gebühren an. Ausgehende Überweisungen schlagen mit 60 Cent pro Transaktion zu Buche. Das ganze Paket kostet 68,00 Euro im Jahr.

Das klingt auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Angeboten nicht besonders verlockend, ist aber unter Umständen für zwei Kundengruppen interessant. Eine dieser Gruppen sind Personen, die kein Konto mehr haben und aufgrund von Schufa-Einträgen oder Insolvenz auch keines bekommen. Dieser Gruppe bietet sich hier eine halbwegs kostengünstige Möglichkeit wieder am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Die andere Gruppe sind Freiberufler und kleinere Selbständige, die das Angebot als eine Art Geschäftskonto nutzen können, da offiziell auch gewerbliche Überweisungen über die Kontoverbindung laufen dürfen. Im Vergleich zu vielen anderen Geschäftskonten schneidet diese Möglichkeit in Hinblick auf die Kontoführungsgebühr recht günstig ab. Lediglich die 60 Cent für ausgehende Überweisungen scheinen recht hoch, allerdings sind dafür eingehende Transaktionen kostenlos. Wer also eine Möglichkeit sucht hauptsächlich selbständig erwirtschaftete Einnahmen von privaten Finanzen zu trennen, und eher wenig ausgehende geschäftliche Überweisungen hat, könnte dieses Angebot durchaus in Betracht ziehen.

Das Tagesgeld der comdirect verabschiedet sich ins Mittelfeld

Das Tagesgeld der comdirect hat sich nach der letzten Zinssenkung im September dieses Jahres von 2,10 auf 2,00 Prozent nun mit einer erneuten Zinssenkung auf 1,75 Prozent endgültig aus dem Spitzenfeld verabschiedet. Im Gegensatz zu Neueinsteigern im Bereich über zwei Prozent Tagesgeldzins pro Jahr verschwindet das comdirect Tagesgeld Plus nun ins gute Mittelfeld.

Auch bisher war das Tagesgeld der comdirect eher für Kleinanleger interessant, da der Spitzenzinssatz aufgrund einer Zinsstaffelung nur für Einlagen bis 5.000 Euro gezahlt wird. Zwischen einer Einlage von 5.000 bis 50.000 Euro erhält man nur noch 1,00 Prozent per anno, über 50.000 Euro fällt man mit 0,5 Prozent sogar deutlich unter die Inflationsrate.

Da hilft auch die hohe Einlagensicherung von bis zu 108 Millionen Euro pro Kunde und die zu einem besseren Zinseszins-Effekt führende vierteljährige Zinsgutschrift nicht mehr wirklich weiter.

Diese Zinsentwicklung wertet natürlich auch das Girokonto der comdirect ein wenig ab, da hier das comdirect Tagesgeld Plus als Möglichkeit zum zinsbringenden Parken gerade nicht benötigter Summen inklusive angeboten wird. Allerdings soll das nicht die Vorzüge des ansonsten empfehlenswerten kostenlosen Girokontos ohne Mindestgeldeingang in Abrede stellen. Zum kurzfristigen bankinternen Parken von kleineren Beträgen schneiden 1,75 Prozent im Vergleich zu anderen Girokonten schließlich auch nicht so schlecht ab. Für höhere Tagesgeldeinlagen bieten sich dann aber doch andere Angebote wie im ebenfalls hier erschienenen Artikel „Übersicht: Tagesgeldangebote im Oktober“ beschrieben an. Allen voran ist die Bank of Scotland aufgrund ihres relativ konstant hohen Zinssatzes von über zwei Prozent zu empfehlen.

Problemfall Geschäftskonto

Jede Firma und jedes Unternehmen sollte ein separates Geschäftskonto führen, das gilt auch für Selbständige und Freiberufler. Eine Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, erleichtert aber die Buchhaltung ungemein. Leider sind nach wie vor viele Geschäftskonten recht teuer, da zu Kontoführungsgebühren meistens auch noch Transaktionsgebühren für jede Buchung anfallen. Oftmals gibt es auch keine Extras, wie z.B. eine kostenlose Kreditkarte. Manchmal scheinen die Konditionen auf den ersten Blick recht günstig zu sein, bei genauerer Betrachtung entdeckt man aber versteckte Kosten, wie hohe Dispozinsen oder Gebühren für Kontoauszüge.

Allerdings ist auch der Geschäftskonten-Markt umkämpft. Daher besteht die Hoffnung, dass sich immer mehr Anbieter zu günstigeren Konditionen hinreißen lassen, um sich ihren Marktanteil zu sichern. Außerdem sind vor allem bei Filialbanken die Konditionen für Geschäftskonten nicht festgemauert, sondern Verhandlungssache zwischen dem Kunden und der Bank. Dies eröffnet Kunden natürlich die Möglichkeit verschiedene Anbieter gegeneinander auszuspielen.

Gerade für Freiberufler und Selbständige ist auch ein Online-Geschäftskonto bei einer Direktbank eine Alternative. Hier gibt es oft recht günstige Konditionen, wenn das Konto nicht sogar kostenlos ist. Wer keinen hohen Beratungsbedarf hat und ohnehin eine Affinität zur Online-Kontoführung hat, sollte sich in diesem Bereich umsehen.

Empfehlenswerte kostenlose Girokonten, die auch für Freiberufler und Selbständige offen stehen bieten die DKB und die netbank. Die DKB lässt allerdings nur bestimmte Berufsgruppen, vor allem die freien Berufe, zu. Die netbank ist nicht so wählerisch, allerdings erhält man nicht alle der günstigen Extra-Konditionen, die Gehaltsempfängern geboten werden. Nicht kostenlos, aber sehr günstige Konditionen bietet auch das Geschäftskonto der Skatbank.

Unser Tipp für Selbständige und Freiberufler: Das kostenlose giroLoyal der netbank.

Für wen und wann ist eine Tagesgeldanlage interessant

Einlagen auf Tagesgeldkonten haben vor allem zwei Vorteile. Zum einen handelt es sich um eine konservative und damit sehr sichere Geldanlage, zum anderen bleibt man flexibel, da man täglich über das angelegte Geld verfügen kann. Tagesgeld ist sowohl für Privatpersonen, als auch für Unternehmen interessant.

So eignet sich Tagesgeld ausgezeichnet zum Parken von Geld. Sei es, dass eine größere Anschaffung bevorsteht, oder ein Unternehmen eine größere Investition plant, kann die Kaufsumme bis zur Bezahlung auf einem Tagesgeldkonto Zinsen erwirtschaften. Da ja keine Kündigungsfrist einzuhalten ist, kann das Geld täglich per Telefon oder online abgerufen werden und ist in der Regel am nächsten Tag auf dem als Referenzkonto dienenden Girokonto.

Auch im umgekehrten Fall, also wenn man z.B. aus einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder der Veräußerung einer Immobilie einen größeren Betrag erhält, lohnt es sich diesen auf einem Tagesgeldkonto zu parken, bis man sich Gedanken über eine rentablere Anlagemöglichkeit gemacht hat.

Auch wenn man gerade erst ein Vermögen aufbauen will, eignet sich das Tagesgeldkonto, da es in der Regel keine Mindesteinlage gibt und das angelegte Kapital ab dem ersten Euro verzinst wird. So können zum Beispiel Mittel, die nicht für den täglichen Zahlungsverkehr benötigt werden vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto überwiesen werden. Eine weitere Möglichkeit ist ein regelmäßiger Sparbetrag, der monatlich per Dauerauftrag vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto geht. Sobald sich eine größere Summe angespart hat, kann der Sparer sich Gedanken über eine Anlagemöglichkeit mit einer höheren Rendite machen und das Geld dort anlegen.

Bezahlung beim Online-Kauf

Gerade beim Online-Kauf oder bei Katalog-Bestellungen stellt sich oft die Frage nach der Bezahlung der bestellten Ware. Oft werden zumindest bei deutschen Händlern Nachnahme, Lastschrift oder Bezahlung per Kreditkarte angeboten, manchmal steht aber auch nur der Weg über die Kreditkarte zur Verfügung, z.B. bei Bestellungen im Ausland. Im letzten Fall hat man also ohnehin keine Wahl, im ersten Fall muss man abwägen, welchen Weg man geht.

Eine sichere, aber auch teure Möglichkeit ist die Bestellung per Nachnahme. Zumindest weiß man hier bei der Bezahlung beim Postboten, dass überhaupt etwas geliefert wurde. Allerdings erkauft man sich diese Sicherheit mit einer zusätzlichen Nachnahmegebühr. Außerdem muss man bei Auslieferung auch zu Hause sein und man sollte das Geld möglichst passend parat haben, da der Postbote oftmals nicht rausgeben kann oder will. Also kommt als zusätzlicher Kostenfaktor noch ein Trinkgeld für den Auslieferer dazu. Alles in allem also eine eher umständliche Möglichkeit.

Sehr sicher ist die Bezahlung per Lastschrift. Bei Nichtlieferung oder Lieferung der falschen oder defekter Ware hat der Käufer innerhalb von sechs Wochen die Möglichkeit die Lastschrift zurück buchen zu lassen. So hat der Käufer zusätzlich zum in Deutschland geltenden Fernabsatzgesetz nach dem 14 tägigen Rückgaberecht noch eine Möglichkeit sein Geld zurückzubekommen, falls der Händler nicht entsprechend reagiert.

Die Bezahlung per Kreditkarte ist die unsicherste Möglichkeit. Im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Eine Möglichkeit das Geld über die Bank zurückzuholen gibt es in der Regel nicht. Daher muss man sein Geld vom Verkäufer einfordern und bei Misserfolg rechtliche Wege beschreiten.

Dennoch sollte man nicht zu schwarz sehen. Bei bekanntermaßen seriösen Händlern oder solchen, bei denen man selbst oder Bekannte schon öfter problemlos eingekauft haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen kommt, sehr gering. Man sollte sich also im Vorfeld über den Verkäufer informieren, notfalls auch anhand von Bewertungen im Internet. Eine sicherere Informationsquelle sind aber zweifelsfrei Personen, die man gut kennt.

Kostenlose Kreditkarten

Besonders seit der Finanz- und Wirtschaftskrise suchen immer mehr Leute nach Möglichkeiten Geld zu sparen ohne zu viele Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Eine gute Möglichkeit bietet sich bei den Kosten des täglichen Geldverkehrs. Neben, bzw. mit kostenlosen Girokonten bieten viele Banken auch kostenlose Kreditkarten an. Da sich kostenlos aber oft auf das erste Jahr beschränkt, evtl. ein gewisser Kartenmindestumsatz erforderlich ist oder bestimmte Leistungen letztlich doch gebührenpflichtig sind, sollte man die Angebote gut vergleichen. Auch auf Zusatzleistungen, wie Guthabenverzinsung, Gratis-Kredit oder die Möglichkeit weltweit kostenlos Bargeld an Automaten abzuheben sollte man achten.

Vielfach werden kostenlose Kreditkarten im Paket mit einem oftmals ebenfalls kostenlosen Girokonto angeboten. Das Girokonto fungiert dann als Verrechnungskonto für die Kreditkarte. Sofern das zugehörige Girokonto wirklich bedingungslos kostenlos ist, entstehen dem Kunden dadurch aber keine zusätzlichen Kosten.

Ob für den Erhalt der Kreditkarte ein gewisses regelmäßiges Einkommen nachgewiesen werden muss, hängt vom jeweiligen Kreditinstitut ab. Es gibt aber einige Banken, die zu einem kostenlosen Girokonto ohne Mindesteingang auch eine kostenlose Kreditkarte anbieten. Manchmal handelt es sich dabei aber um sogenannte Debit-Cards, d.h. die Kartenumsätze werden direkt ohne Zeitverzögerung vom Girokonto abgebucht. Im Gegensatz dazu werden Charge-Cards in regelmäßigen Abständen, meistens einmal monatlich abgerechnet.

Schwierig, bzw. fast unmöglich ist es eine Kreditkarte bei einem negativen Schufa-Eintrag zu erhalten. Hier bleibt als Ausweg oftmals nur eine sogenannte Prepaid-Card, d.h. eine Kreditkarte auf Guthabenbasis. Im Rahmen des auf der Kreditkarte befindlichen Guthabens verfügen diese Karten in der Regel aber über den gleichen Leistungsumfang wie normale Kreditkarten.

Kostenlose Kreditkarten kombiniert mit der Möglichkeit weltweit kostenlos Geld an Geldautomaten zu beziehen werden hauptsächlich von Direktbanken angeboten, die selbst nur über ein beschränktes Netz an Geldautomaten anbieten.

Kosten sparen beim Geldabheben

Manchmal kommt man in die Verlegenheit plötzlich relativ schnell Bargeld zu benötigen. Sei es, dass ein Händler keine Karten akzeptiert, der Oktoberfestbesuch teurer wird als erwartet oder dass man auf einem Flohmarkt ein nicht eingeplantes Schnäppchen erstehen möchte, in diesen Fällen wird man sich nach dem nächstgelegenen Geldautomaten umsehen. Was aber, wenn der gefundene Geldautomat nicht zur eigenen Bank oder einem verbundenen Kreditinstitut (z.B. Cash-Group) gehört, oder man sich nicht sicher ist, ob eine bestimmte Bank zu diesem Verbund gehört? In diesem Fall kann man natürlich trotzdem mit der ec-Karte Bargeld abheben, muss aber mit nicht unerheblichen Zusatzkosten (Gebühren für Fremdabhebung) rechnen.

Unter Umständen kann man sich diese Kosten sparen. Immer mehr Banken, vor allem Direktbanken, bieten zu ihrem Girokonto eine Kreditkarte an, mit der euroweit oder sogar weltweit kostenlos Bargeld an Geldautomaten mit dem entsprechenden Zeichen der Kreditkartenfirma (z.B. Mastercard oder Visacard) abgehoben werden kann. Eigentlich als Möglichkeit für die Versorgung mit Bargeld im Ausland gedacht, funktioniert das natürlich auch in Deutschland. D.h. in den oben genannten Fällen sollte man zum Abheben am Automaten lieber die Kreditkarte anstelle der ec-Karte bemühen. Einziger Nachteil: Man muss sich eine weitere PIN merken.

Bei der Auswahl des passenden Girokontos sollte man also durchaus auch auf die zum Konto erhältliche Kreditkarte, deren Konditionen (Preis, Abrechnungsmodus, …) und unter dem oben genannten Gesichtspunkt auch auf die Möglichkeit kostenlos Bargeld vom Geldautomaten abheben zu können achten. Zu empfehlen ist eine Mastercard oder Visacard, da Geldautomaten, die diese Karten akzeptieren, am weitesten verbreitet sind.