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Artikel Tagged ‘Girokonto’

P-Konto

4. August 2010 admin Keine Kommentare

Das am 23.04.2009 vom Bundestag beschlossene “Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes“ wurde am 15.05.2009 vom Bundesrat abgesegnet und trat vor kurzem (am 01.07.2010 ) in Kraft. Das Ergebnis ist die Einführung eines Pfändungsschutzkontos, auch P-Konto genannt. Dabei handelt es sich nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um eine eigenständige Konto-Form, sondern um die Möglichkeit des Bankkunden ein bereits bestehendes Girokonto auf Antrag bei der Bank als Pfändungsschutzkonto mit dem Vermerk P-Konto zu führen.

In der Praxis bedeutet das, dass für das so geführte Konto ein Pfändungsschutz in Höhe des Pfändungsfreibetrages gemäß § 850c ZPO besteht. Dies sind aktuell 985,15 Euro pro Monat. Im Gegensatz zu der bisherigen Rechtslage spielt die Art der Einkünfte keine Rolle. Das heißt auch Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit oder auch freiwillige Zuwendungen Dritter sind in diesem Rahmen vor Pfändung geschützt. Der Pfändungsschutz kann unter bestimmten Umständen, wie z.B. Bezug von Kindergeld, Bestehen von gesetzlichen Unterhaltspflichten oder durch eine gerichtliche Entscheidung, erhöht werden. Wird der geschützte Betrag in einem Monat nicht komplett in Anspruch genommen, wird der Differenzbetrag auf den Folgemonat übertragen. Der Pfändungsschutz bezieht sich auf das Guthaben auf dem P-Konto und nicht etwa auf den eventuell von der Bank gewährten Verfügungsrahmen oder Dispositionskredit.

Jeder Bürger darf nur ein P-Konto führen, daher meldet die Bank diesen Umstand der Schufa. Der Eintrag P-Konto darf aber keinen Einfluss auf die Bonitäts-Auskünfte oder den Score-Wert des Bankkunden haben.

Die Praxis zeigt, dass einige Banken die Umwandlung eines Kontos in ein P-Konto zum Anlass nehmen, die Kontogebühren zu erhöhen. Dieser Umstand ist noch nicht gesetzlich festgelegt, es gibt aber Stimmen aus der Politik, dass ein P-Konto eigentlich kostenlos sein sollte, die Umwandlung in ein P-Konto aber auf keinen Fall zu einer Erhöhung der Kontoführungsgebühren führen sollte.

Schlechte Karten haben aber nach wie vor Personen, die aktuell kein Girokonto haben, da es nach wie vor keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto in Form eines Guthabenkontos gibt. In diesem Fall kann man nur auf die im vorhergehenden Artikel (“Jedermann-Konto“) besprochene Selbstverpflichtung der Banken hoffen.

Jedermann-Konto

3. August 2010 admin Keine Kommentare

Um heutzutage vernünftig am täglichen Geldverkehr teilnehmen zu können, ist ein Girokonto nahezu unverzichtbar. Die meisten Einnahmen (Gehalt, Arbeitslosengeld, Sozialgeld, …) und Ausgaben (Miete, Telefonrechnung, Krankenversicherung, …) laufen heute wie selbstverständlich über ein Girokonto.

Um ein vom Gesetzgeber geplantes allgemeines Recht auf ein Girokonto für jedermann zu verhindern, haben sich die deutschen Banken und Sparkassen im Rahmen des Zentralen Kreditausschusses der Banken eine freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt, dass jeder Bürger ein Girokonto auf Guthabenbasis bekommt. Das sogenannte Jedermann-Konto kann nicht überzogen werden, bietet aber die üblichen Basisfunktionalitäten eines normalen Girokontos wie Einzahlungen, Auszahlungen, Überweisungen,Lastschriften und Daueraufträge.

Die Eröffnung eines Girokontos kann laut Selbstverpflichtung abgelehnt, bzw. ein bestehendes Bankkonto gekündigt werden, wenn

  • der Kunde die Leistungen des Kreditinstitutes missbraucht, insbesondere für gesetzwidrige Transaktionen, z.B. Betrug, Geldwäsche, o.ä.
  • der Kunde Falschangaben macht, die für das Vertragsverhältnis wesentlich sind
  • der Kunde Mitarbeiter oder Kunden grob belästigt oder gefährdet
  • die bezweckte Nutzung des Kontos zur Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht gegeben ist, weil z.B. das Konto das Konto durch Handlungen vollstreckender Gläubiger blockiert ist oder ein Jahr lang umsatzlos geführt wird
  • nicht sichergestellt ist, dass das Institut die für die Kontoführung und -nutzung vereinbarten üblichen Entgelte erhält
  • der Kunde auch im übrigen die Vereinbarungen nicht einhält

Eine negative Schufa Auskunft ist dagegen kein Grund, warum die Bank dem Kunden ein Girokonto verweigern dürfte. Leider gibt es trotz der freiwilligen Selbstverpflichtung immer wieder Schwierigkeiten bei der Kontoeröffnung. In diesem Fall kann man sich bei den Schlichtungsstellen beschweren.

Lösungen für Selbständige und Freiberufler

2. August 2010 admin Keine Kommentare

Wie im vorangegangenen Beitrag beschrieben gehören Selbständige und Freiberufler zu einer Personengruppe mit denen die Banken so ihre Probleme haben. Dennoch gibt es einige, wenn auch wenige Angebote, die dieser Klientel die Möglichkeit eröffnen relativ kostengünstig am täglichen Geldverkehr teilzunehmen.

Die DKB bietet zwar ein kostenloses Geschäftskonto (DKB Business) an, allerdings nur für die Freien Berufe und einige andere ausgewählte Branchen. Selbständigen und Freiberuflern anderer Berufsgruppen steht aber auch die Eröffnung eines kostenlosen Privatgirokontos (DKB Cash) offen, das aber nur privat genutzt werden darf. Geschäftliche Transaktionen dürfen nicht über dieses Konto laufen.

Die netbank bietet schon seit längerem ein kostenloses Girokonto auch für Selbständige und Freiberufler an. Im Gegensatz zur DKB gibt es hier keine Einschränkungen bzgl. der Berufsgruppe. Allerdings liegt bei der Nutzung als Gehaltskonto die Guthabenverzinsung deutlich über der Verzinsung für Selbständige und auch über der Verzinsung auf dem angeschlossenen Tagesgeldkonto. Mit einem kleinen Trick kommt man aber an die höhere Guthabenverzinsung. Überweist man monatlich einen frei wählbaren Betrag mit dem Verwendungszweck “Privatentnahme“ von einem anderen geschäftlich genutzten Konto auf das Konto der netbank, kommt man in den Genuss der höheren Verzinsung.

Die Skatbank bietet ein beinahe kostenloses Geschäftskonto an. Es fallen zwar keine Kontoführungsgebühren an, aber die ec-Karte kostet 5 Euro im Jahr und pro Transaktion fallen 10 Cent an. Fallen wenig Transaktionen an, weil man z.B. im Rahmen langfristiger Projekte nur monatlich oder gar erst am Ende des Projekts eine Rechnung stellt, erhält man ein relativ günstiges Geschäftskonto.

Da es sich ohnehin empfiehlt als Selbständiger oder Freiberufler zwei Konten zu führen (geschäftlich und privat) bietet sich je nach den persönlichen Umständen eine Kombination von zwei der o.g. Konten an, um zu einer kosten-optimierten Lösung zu kommen.

Die norisbank ist Testsieger bei Stiftung Warentest

31. Juli 2010 admin Keine Kommentare

Das kostenlose Girokonto der norisbank hat in einem kürzlich erschienen Vergleich der Stiftung Warentest den ersten Platz belegt. Grund genug, sich näher mit diesem Konto zu befassen.

Die norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und keine klassische Direktbank, sondern mit 97 Filialen im Bundesgebiet vertreten, nicht üppig, aber immerhin. Alle Transaktionen (Überweisungen, Daueraufträge, etc.) können kostenlos an den Selbstbedienungsterminals in den Filialen oder online erledigt werden. Nachteil: Transaktionen per Telefon über ein Callcenter sind gebührenpflichtig und alles andere als günstig. Beleghafte Überweisungen können nur an den Belegscannern in den Filialen kostenlos erledigt werden.

Mit der im Paket enthaltenen ec-Karte kann man bundesweit an den weitverbreiteten Automaten der CashGroup kostenlos Bargeld ziehen und hat damit gute Chancen einen entsprechenden Geldautomaten in der Nähe zu finden. Erhöht wird das Angebot. neuerdings noch durch die Möglichkeit bei ca. 1.000 Shell-Tankstellen Geld abzuheben. Das Abheben von Bargeld ist dabei unabhängig vom Tanken oder dem Kauf sonstiger Artikel. Mit der nach Bonitätsprüfung ebenfalls kostenlosen Kreditkarte (Mastercard) kann weltweit an entsprechend mit dem Mastercard-Zeichen gekennzeichneten Geldautomaten Bargeld bezogen werden. Die Kreditkartenumsätze werden monatlich abgerechnet. Bargeldeinzahlungen sind an den Automaten der norisbank und der Deutschen Bank möglich. Ein Vorteil, den reine Direktbanken üblicherweise nicht bieten.

Bei der Beantragung des Girokontos kann man gleich ein ebenfalls kostenloses Tagesgeldkonto mit einer aktuellen Verzinsung von 1,25% p.a. mit beantragen. Die aktuellen Dispozinsen liegen mit 11,45% etwas über denen mancher Direktbanken wie z.B. der comdirect oder DKB, die im Vergleich der Stiftung Warentest an Platz zwei und drei liegen.

Fazit: Mit den nur 97 Filialen mit Selbstbedienungsterminals stehen die Chancen eine davon in der Nähe zu haben nicht gerade rosig. Wer aber ohnehin in Richtung Direktbank, bzw. reine Online-Bank denkt, sollte die norisbank durchaus in die engere Auswahl einbeziehen.

Sicherheit beim Online-Banking (Teil 5)

26. Juli 2010 admin Keine Kommentare

In diesem 5. und letzten Teil werden einige zusätzliche Möglichkeiten aufgezeigt, die Online-Banking noch ein gutes Stück sicherer machen.

Einen guten Schutz gegen Attacken aus dem Bereich klassisches Phishing bietet spezielle Online-Banking-Software wie StarMoney oder das kostenlose Hibiscus. Da hier die Parameter zur Verbindung mit der Bank einmal eingerichtet werden und in Zukunft die Verbindung zum Bankserver über das Programm hergestellt wird, entgeht man Schreibfehlern bei der Eingabe der Bankadresse.

Eine sehr sichere Lösung ist ein eigener PC, der ausschließlich fürs Online-Banking verwendet wird. Im Idealfall sind auf diesem Rechner ein alternatives Betriebssystem (z.B. Linux) und ein alternativer Browser (z.B. Firefox) installiert.

Es muss aber nicht notwendigerweise ein eigener PC herhalten, ein virtueller PC ist nahezu genauso sicher. Es gibt inzwischen einige kostenlose Virtuelle Maschinen im Internet. Eine geeignete Lösung fürs Online-Banking ist der Moka-Five-Player der kostenlos aus dem Internet geladen werden kann. Beim ersten Start lädt der Player das Linux System Fearless Browser, das bereits fertig konfiguriert und auf sicheres Surfen ausgelegt ist. Man benötigt daher keine speziellen Linux-Kenntnisse. Als Browser kommt Firefox zum Einsatz.

Ein sehr interessanter Ansatz ist das Bankix Projekt der Computerzeitschrift c’t. Hierbei handelt es sich um ein speziell für das Internet-Banking angepasstes Linux-Live-System, das von CD oder einem USB-Stick mit Schreibschutzschieber gebootet werden kann. Auch hierfür sind keine Linux-Kenntnisse nötig. Eine detaillierte Anleitung findet man auf der Website der c’t. Der Vorteil ist, dass die CD, bzw. der schreibgeschützte Stick nicht angreifbar ist. Während der Arbeit mit Bankix ist außerdem kein Zugriff auf die Festplatte des Rechners möglich.

Fazit: Bei Beachtung einiger Verhaltensregeln ist Online-Banking nicht so gefährlich wie sein Ruf.

Girokonten durchschnittlich viel zu teuer

26. Juli 2010 admin Keine Kommentare

Obwohl immer mehr Banken ein kostenloses Girokonto anbieten, nutzen die meisten Verbraucher ein oftmals viel zu teures Girokonto. In der Regel fallen bei einem herkömmlichen Girokonto zwischen 100 und 150 Euro Gebühren im Jahr an. Das sind Gebühren, die man sich komplett sparen kann. In zahlreichen Tests belegen gerade die kostenlosen Girokonten immer wieder Spitzenplätze. Zuletzt hat die Stiftung Warentest mehr als 114 Konten in ganz Deutschland untersucht und dabei kaum nennenswerte Unterschiede bei den Leistungen, jedoch sehr deutlich bei den monatlichen Kosten herausgefunden.

Auch die unabhängige Finanzberatung FM hat in einem Vergleich die monatlichen Kosten beim Girokonto berechnet. Demnach fallen sind die Kosten für ein Girokonto mit monatlich 7,58 Euro viel zu teuer. Das sind im Jahr über 90 Euro, die jeder Deutsche im Schnitt an die Bank nur für das Girokonto bezahlt. Die Berechnung erfolgte unter Realbedingungen, um möglichst Praxis nahe Ergebnisse zu erzielen. Der Kontostand war dabei durchweg im Plus, damit keine Dispositionsgebühren den Wert verfälschen.

Es wurde davon ausgegangen, dass der durchschnittliche Bankkunde eine EC-Karte und eine Kreditkarte besitzt und im Monat einmal bei der eigenen Bank und einmal bei einem Fremdbank am Geldautomaten Geld abhebt. Bei den Testkonten gingen jeweils 2000 Euro als Gehalt ein und es wurden 5 beleglose Buchungen im Monat getätigt. Eine beleglose Buchung ist beispielsweise eine Überweisung oder ein Lastschrifteinzug, wie es auf jedem Girokonto üblich ist.

Aufgrund der durchschnittlich sehr hohen Kosten für ein Girokonto ist ein Girokontowechsel sinnvoll. Wer ein kostenloses Girokonto eröffnen möchte, sollte auf einem unabhängigen Vergleichsportal die verschiedenen Angebote überprüfen. In unserem Girokonto Vergleich finden Sie eine aktuelle Übersicht kostenloser Girokonten.

Sicherheit beim Online-Banking (Teil 4)

24. Juli 2010 admin Keine Kommentare

In diesem Teil geht es um Maßnahmen der Banken, die geeignet sind, die Sicherheit beim Online-Banking weiter zu erhöhen.

Von Seiten der Banken gibt es hauptsächlich zwei Verbesserungen des PIN/TAN-Verfahrens. Beim aktuell von sehr vielen Banken eingesetzte iTAN-Verfahren sind die TANs auf der Liste durchnummeriert. Bei einer Transaktion wird nun vom Bankserver eine ganz bestimmte TAN (z.B. TAN Nummer 34) angefordert. Nur mit dieser TAN kann die Transaktion abgeschlossen werden. Dieses Verfahren verhindert ziemlich zuverlässig das klassische Phishing, da der Betrüger selbst wenn er in den Besitz von einigen TANs gelangt ist, nicht weiß welche TAN er eingeben muss. Einen Schritt weiter geht das mTAN-Verfahren. Dabei hat der Anwender keine Liste mit TANs, sondern erhält bei Bedarf eine TAN und die Buchungsdaten per SMS auf sein Handy. Diese Methode unterbindet recht zuverlässig alle Phishing-Attacken, hat aber den Nachteil, dass sie sehr kostenintensiv ist. Legt die Bank die SMS-Gebühren auf den Kunden um, entstehen diesem nicht unerhebliche Kosten pro Transaktion. Daher hat sich diese Technik kaum durchgesetzt.

Eine Alternative zum PIN/TAN-Verfahren ist HBCI (Hombanking Computer Interface). Hierbei erhält der Kunde eine passwortgeschützte Chip-Karte, die ähnlich wie die EC-Karte am Geldautomaten die Autorisierung übernimmt. Dieses Verfahren bringt tatsächlich deutlich mehr Sicherheit. Allerdings bieten längst nicht alle Banken diese Technik an und der Kunde benötigt ein Kartenlesegerät, was als Einmalanschaffung eigentlich nicht wirklich ins Gewicht fällt. Leider hat sich dieses Verfahren wahrscheinlich aus o.g. Gründen bisher zahlenmäßig nicht durchsetzen können.

Es existieren noch weitere Techniken und Ideen, die aber noch Entwicklungsstatus haben und daher aktuell noch keine Rolle spielen.

Im nächsten Teil werden weitere technische Möglichkeiten besprochen, mit denen der Bankkunde für deutlich mehr Sicherheit sorgen kann.

Sicherheit beim Online-Banking (Teil 3)

23. Juli 2010 admin Keine Kommentare

Die zweite und aktuell am weitesten verbreitete Phishing-Methode arbeitet mit sogenannten Trojanern, bzw. Trojanischen Pferden. Der Begriff ist den griechischen Heldensagen über die Eroberung Trojas entliehen. Trojaner sind eine Untergruppe von Computerviren, die keinen Schaden am Computer anrichten, sondern ähnlich wie das berühmte Pferd unauffällig und unbemerkt auf Ihren Einsatz warten. Ihre Stunde ist gekommen, wenn der Bankkunde eine Onlineverbindung zum Bankserver aufnehmen will. Der Trojaner schaltet sich in den Datenverkehr zwischen Browser und Bankserver ein und leitet die Daten an eine gefälschte Website weiter. Man spricht hier auch von einer „Man in the Middle“-Attacke.

Einige dieser Websites greifen die PIN und TAN zur späteren Verwendung ab und geben eine Fehlermeldung aus, die natürlich von der gefälschten Website stammt. Mit etwas „Glück“ versucht der Bankkunde es mehrmals erneut mit verschiedenen TANs, sodass der Betrüger auf einen Streich in den Besitz gleich mehrerer unverbrauchter TANs kommt. Also Augen auf bei Fehlermeldungen während Transaktionen. Diese müssen nicht, können aber auf eine Attacke hindeuten.

Bei einer anderen Methode werden durch ein automatisches Tool auf der gefälschten Website die Empfängerdaten geändert und die bearbeitete Buchung an den echten Bankserver weitergeleitet. Das perfide an dieser Attacke ist, dass der Anwender von dieser Aktion nichts mitbekommt und auch kein Anhaltspunkt für eine Attacke zu erkennen ist. Erst bei der Kontrolle der Kontoauszüge kommt die Wahrheit ans Licht.

Gegen diese Methoden hilft letztlich nur seinen Rechner „sauber“ zu halten. Zum einen sollten das Betriebssystem und vor allem der Internet-Browser stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um erkannte Sicherheitslücken zu schließen. Zum anderen sollte eine Firewall (entweder zentral im Router, oder eine Desktop-Firewall auf dem Rechner) aktiv und ganz wichtig ein Virenscanner mit stets aktuellen Virensignaturen installiert sein.

Im nächsten Teil geht es um weitergehende Techniken, die Online-Banking noch sicherer machen.

Sicherheit beim Online-Banking (Teil 2)

22. Juli 2010 admin Keine Kommentare

Trotz der in Teil 1 besprochenen Doppelsicherung im PIN/TAN-Verfahren, haben sich findige Hacker mit kriminellen Intentionen Methoden ausgedacht, das System zu unterlaufen. Die grundsätzliche Idee besteht darin, PIN und TANs abzufangen und auszuspionieren. Diese Technik wird allgemein als Phishing bezeichnet. Hierbei gibt es zwei Methoden.

Beim klassischen Phishing wird versucht den Anwender auf eine gefälschte Website zu locken, die im Idealfall möglichst exakt wie das Portal Ihrer Bank aussieht. Ein weit verbreiteter Weg ist das Versenden von gefälschten E-Mails, die vorgeben von der eigenen Bank zu sein und den Anwender auffordern sich über einen in der Mail befindlichen Link mit der (gefälschten) Website zu verbinden, sich einzuloggen und unter irgendeine Vorwand eine oder gleich mehrere TANs einzugeben. Auch wenn die Link-Adresse auf den ersten Blick wie die URL Ihrer Bank aussieht ist hier Vorsicht geboten, da der dargestellte Link-Text technisch ganz einfach auf eine andere Adresse verweisen kann. Ihre Bank würde Sie niemals per E-Mail dazu auffordern, Ihre PIN oder TANs irgendwo einzugeben. Eine sichere Methode ist also solche Mails einfach zu ignorieren und die Mail sofort zu löschen. Eine weitere Methode in dieser Kategorie sind Websites die durch kleine Schreibfehler des Anwenders bei der Eingabe der URL des Bank-Portals angesteuert werden und im weiteren nach der o.g. Methode verfahren. Da die Methode auf Zufall, bzw. einem Fehler des Bedieners beruht, also nicht von den Betrügern provoziert werden kann, ist sie nicht sehr weit verbreitet. Auf jeden Fall sollte man die Adresse des Bank-Portals immer händisch eingeben und niemals über Links, Bookmarks, etc. auf die Website der Bank gehen. Bei der Eingabe sollte man natürlich sehr sorgfältig vorgehen und Schreibfehler vermeiden. Lieber einmal zu viel kontrollieren, als einmal zu wenig.

Der nächste Teil befasst sich mit der zweiten Kategorie von Phishing-Attacken über sogenannte Trojaner. Dies ist die aktuell am weitesten verbreitete Methode.

Sicherheit beim Online-Banking (Teil 1)

21. Juli 2010 admin Keine Kommentare

Auf der Suche nach einem geeigneten und möglichst kostengünstigen Girokonto stößt man schnell auf Angebote von Direktbanken, die kein eigenes Filialnetz unterhalten. Sehr schnell sieht man sich dann mit dem Thema Online-, bzw. Internet-Banking konfrontiert. Selbst viele ansonsten sehr vom Internet begeisterte Zeitgenossen, die sich gerne und oftmals sehr freizügig in sozialen Netzwerken tummeln, schrecken bei diesem Thema unvermutet zurück und lassen sich damit die Möglichkeit im täglichen Geldverkehr ordentlich zu sparen entgehen.

Natürlich birgt Online-Banking wie fast alles im Leben etliche ernst zunehmende Gefahren, aber unter Beachtung einiger Regeln ist es auch nicht gefährlicher, als vom Geldautomaten abzuheben oder in Geschäften und Restaurants mit EC- oder Kredit-Karte zu zahlen. Auch Bargeld kann verloren gehen oder gestohlen werden und Überweisungsträger in Papierform können durch Schreibfehler oder Zahlendreher unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

Im Rahmen einer mehrteiligen Reihe haben dieser und die folgenden Artikel zum Ziel Skeptikern die Angst vorm Internet-Banking zu nehmen und Techniken und Verhaltensstrategien aufzuzeigen, um Online-Banking so sicher wie möglich zu machen.

Zur Absicherung von Geldbewegungen (Transaktionen) und die Autorisierung durch den Kontoinhaber wird überwiegend das PIN/TAN-Verfahren eingesetzt. Dabei meldet sich der Anwender mit seiner Kontonummer und seiner PIN(Persönliche Identifikationsnummer) im Banksystem an. Damit kann der Kontoinhaber lesend auf seine Daten (Kontostand, Umsätze, …) zugreifen. Soll nun eine Transaktion wie z.B. eine Überweisung getätigt oder ein Dauerauftrag erteilt werden, muss diese mit einer Transaktionsnummer bestätigt werden. Hierzu erhält man von der Bank eine Liste mit Transaktionsnummern, die beim einfachen PIN/TAN-Verfahren in beliebiger Reihenfolge benutzt werden können. Durch diese Doppelabsicherung hat man an sich schon ein sehr sicheres System, solange man mit der PIN und den TANs sorgsam umgeht.

In den nächsten Teilen geht es um die Methoden mit denen es Betrügern trotzdem gelingt, das System auszuhebeln, wie die Banken diesem Missbrauch begegnen und was man selbst tun kann um die Sicherheit zu erhöhen.