Was sich die Deutschen von ihrem Girokonto wünschen

Laut einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Allianz Deutschland AG wünschen sich die Deutschen ein kostenloses Girokonto mit der Möglichkeit an vielen Geldautomaten kostenlos Geld abheben zu können. Zudem wünschen sie sich bei Bedarf auch eine qualifizierte Beratung, also Bedingungen, die sich aus Sicht der Banken in ihrer Gesamtheit nicht leicht erfüllen lassen. Kostenlose Girokonten werden eher von reinen Onlinebanken angeboten, während eine kompetente Beratung eher eine Domäne der Filialbanken ist. Außerdem ergab die Umfrage, dass rund 11 Prozent der Bevölkerung, also ca. 6,6 Millionen Bankkunden, ernsthaft über einen Wechsel ihrer Bankverbindung nachdenken.

Im einzelnen ergab die Umfrage, dass sich 85 Prozent der Befragten eine kostenfreie Kontoführung wünschen, eine flächendeckende und kostenlose Bargeldversorgung in Deutschland wollen 93 Prozent, im Ausland 72 Prozent. 52 Prozent wünschen sich ihr Konto online führen zu können, wobei besonders die Altersgruppe zwischen 18 und 39 Jahren auf diesen Punkt und die Bargeldversorgung am Automaten besonderen Wert legt. Der Wunsch nach einer kostenlosen Kontoführung ist über alle Altersgruppen gleichmäßig verteilt.

Über die Art und Weise, wie die Deutschen ihre Bankgeschäfte erledigen, fand die Umfrage heraus, dass immerhin noch 57 Prozent ihre Filiale vor Ort nutzen, während 40 Prozent ihre Bankgeschäfte online und zwei Prozent per Telefon-Banking erledigen. Dabei sind vor allem Personen über 60 Jahre und Frauen besonders eng mit ihrer Hausbank verbunden, wohingegen Personen zwischen 18 und 39 Jahren und Männer zum Online-Banking tendieren.

Erstaunlicherweise halten 85 Prozent der Befragten unabhängig von Alter und Geschlecht einen persönlichen Ansprechpartner in ihrer Bank für wichtig, bzw. sehr wichtig. Kleine Unterschiede ergeben sich nur zwischen den Online-Bankern und den Nicht-Online-Bankern. Bei ersteren sind es 80 Prozent, die Wert auf eine persönliche Beratung legen, während für 90 Prozent der Personen, die kein Online-Banking nutzen, dieser Punkt besonders wichtig ist.

Kosten sparen beim Geldabheben

Manchmal kommt man in die Verlegenheit plötzlich relativ schnell Bargeld zu benötigen. Sei es, dass ein Händler keine Karten akzeptiert, der Oktoberfestbesuch teurer wird als erwartet oder dass man auf einem Flohmarkt ein nicht eingeplantes Schnäppchen erstehen möchte, in diesen Fällen wird man sich nach dem nächstgelegenen Geldautomaten umsehen. Was aber, wenn der gefundene Geldautomat nicht zur eigenen Bank oder einem verbundenen Kreditinstitut (z.B. Cash-Group) gehört, oder man sich nicht sicher ist, ob eine bestimmte Bank zu diesem Verbund gehört? In diesem Fall kann man natürlich trotzdem mit der ec-Karte Bargeld abheben, muss aber mit nicht unerheblichen Zusatzkosten (Gebühren für Fremdabhebung) rechnen.

Unter Umständen kann man sich diese Kosten sparen. Immer mehr Banken, vor allem Direktbanken, bieten zu ihrem Girokonto eine Kreditkarte an, mit der euroweit oder sogar weltweit kostenlos Bargeld an Geldautomaten mit dem entsprechenden Zeichen der Kreditkartenfirma (z.B. Mastercard oder Visacard) abgehoben werden kann. Eigentlich als Möglichkeit für die Versorgung mit Bargeld im Ausland gedacht, funktioniert das natürlich auch in Deutschland. D.h. in den oben genannten Fällen sollte man zum Abheben am Automaten lieber die Kreditkarte anstelle der ec-Karte bemühen. Einziger Nachteil: Man muss sich eine weitere PIN merken.

Bei der Auswahl des passenden Girokontos sollte man also durchaus auch auf die zum Konto erhältliche Kreditkarte, deren Konditionen (Preis, Abrechnungsmodus, …) und unter dem oben genannten Gesichtspunkt auch auf die Möglichkeit kostenlos Bargeld vom Geldautomaten abheben zu können achten. Zu empfehlen ist eine Mastercard oder Visacard, da Geldautomaten, die diese Karten akzeptieren, am weitesten verbreitet sind.