Das BKA fordert ec-Karten ohne Magnetstreifen

Die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten hat im Jahr 2010 drastisch zugenommen. Dabei geht es um das sogenannte Skimming, bei dem durch manipulierte Geldautomaten der Magnetstreifen von ec- und Kreditkarten und die PIN ausspioniert werden. Diese Daten werden dann zur Herstellung gefälschter Karten eingesetzt, mit denen, in der Regel im Ausland, Geld von den betroffenen Konten abgehoben wird. Laut Aussagen des Bundeskriminalamts (BKA) gab es im ersten Halbjahr 2010 annähernd doppelt so viele Angriffe, wie im gesamten Jahr 2009. Auch im zweiten Halbjahr hielt diese Tendenz an. Das BKA fordert daher die Abschaffung des Magnetstreifens auf den Karten.

Hintergrund ist die Tatsache, dass in Deutschland und im europäischen Zahlungsverkehrsraum (Sepa) nahezu alle Karten bereits einen Chip besitzen und auch die Automaten anstelle des Magnetstreifens diesen Chip auslesen können. Im Gegensatz zu leicht zu fälschenden Duplikaten mit Magnetstreifen, gilt die Chiptechnologie momentan als relativ fälschungssicher. Problematisch wäre ein Einsatz von Karten ohne Magnetstreifen allerdings außerhalb der Sepa-Zone, da hier an Automaten oft noch der Magnetstreifen ausgelesen wird. Daher werden wohl noch länger Karten mit Chip und Magnetstreifen im Umlauf sein, die dadurch nach wie vor Skimming-Attacken ausgesetzt bleiben. Das BKA empfiehlt den Kreditinstituten eine zwei-Karten-Strategie, also eine Karte ohne Magnetstreifen als Standard und eine zweite Karte für die Kunden, die ihre Karte auch außerhalb des Sepa-Bereichs einsetzen wollen. Ob sich die Kreditinstitute mit einer solchen Lösung anfreunden können, bleibt fraglich, da sich dadurch natürlich ein deutlicher Mehraufwand für die Institute ergeben würde.

So kündigte etwa der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) an, dass ab 1. Juli 2011 bei allen Einsätzen von EC-Karten der Sparkassenkunden an Geldautomaten und auch im Handel nur noch der Chip ausgelesen würde, betonte aber gleichzeitig, dass man wegen der Möglichkeit eines Einsatzes der Karten außerhalb der Eurozone noch nicht auf den Magnetstreifen verzichten könne.

Koordinationspanne bei der Commerzbank

Durch eine Kommunikationspanne bei der Commerzbank wurde die geplante Umstellung von Visacard auf Mastercard zum Jahreswechsel früher als geplant publik. Tausende von Online-Kunden des Instituts stellten beim Öffnen ihres Online-Accounts verwundert fest, dass sie nun stolzer Besitzer einer Mastercard sind. Kunden, die sich daraufhin bei Kundenberatern und den Service-Hotlines erkundigten, bekamen die Auskunft, dass die jahrelang genutzte Visacard zum Jahreswechsel ungefragt gegen eine Mastercard getauscht werde. Über diesen Umstand würden die Kunden zeitnah informiert.

Aber nun ist die Katze durch einen Fehler in der betriebsinternen Koordination früher aus dem Sack als geplant. Hintergrund der Panne: Die IT-Abteilung hat die neuen Kreditkarten-Daten bereits in das Online-Portal der Commerzbank eingepflegt und wohl etwas vorschnell online gestellt. Der Kundenservice hingegen hatte aber bisher noch keine Mitteilung an die Kunden verschickt. Eine zeitliche Diskrepanz, die man bei der Commerzbank bedauert. „Wir möchten die Betroffenen um Entschuldigung bitten“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Erst vor wenigen Wochen hatte sich der zuständige Manager und Commerzbank-Vorstand Frank Annuscheit gegenüber dem Handelsblatt erfreut über den guten und reibungslosen Verlauf der IT-Integration geäußert: „Das ist durchaus einen Zwischenapplaus wert“. Durch den Vorfall dürfte die Freude etwas getrübt sein.

Über die Gründe für den Umstieg kann nur spekuliert werden. Angeblich seinen die Versicherungsleistungen der Mastercard besser und der Austausch somit zum Wohle des Kunden. Näher liegt aber die Vermutung, dass wirtschaftliche Gründe aus Sicht der Commerzbank im Vordergrund stehen. Zur Jahresmitte hatte man eine verstärkte Kooperation mit Mastercard beschlossen. Damals war die Rede von einem einem zusätzlichen Ertragspotential in zweistelliger Millionenhöhe.

Global MasterCard Premium auch für gewerblichen Zahlungsverkehr zugelassen

Die Global MasterCard ist eine Kreditkarte auf Guthabenbasis für Jedermann ohne Bonitätsprüfung und Schufa-Auskunft, bzw. -Meldung. Das Angebot der Schwäbischen Bank AG gibt es in den drei Ausführungen Starter, Traveller und Premium. Während es sich bei den ersten beiden Varianten um reine Prepaid-Kreditkarten-Angebote handelt, beinhaltet die Premium-Variante eine wenn auch eingeschränkte Kontofunktionalität. Eingeschränkte Kontofunktionalität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man eine Kontoverbindung mit deutscher Bankleitzahl und Kontonummer erhält, über die man sowohl Überweisungen empfangen kann, als auch online auf deutsche Girokonten überweisen kann. Lastschrifteinlösungen sind allerdings nicht möglich. Mit der MasterCard kann man an den üblichen Akzeptanzstellen bezahlen und mit der inklusiven PIN auch Bargeld abheben. Beim Abheben von Bargeld fallen allerdings 5,00 Euro Gebühren an. Ausgehende Überweisungen schlagen mit 60 Cent pro Transaktion zu Buche. Das ganze Paket kostet 68,00 Euro im Jahr.

Das klingt auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Angeboten nicht besonders verlockend, ist aber unter Umständen für zwei Kundengruppen interessant. Eine dieser Gruppen sind Personen, die kein Konto mehr haben und aufgrund von Schufa-Einträgen oder Insolvenz auch keines bekommen. Dieser Gruppe bietet sich hier eine halbwegs kostengünstige Möglichkeit wieder am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Die andere Gruppe sind Freiberufler und kleinere Selbständige, die das Angebot als eine Art Geschäftskonto nutzen können, da offiziell auch gewerbliche Überweisungen über die Kontoverbindung laufen dürfen. Im Vergleich zu vielen anderen Geschäftskonten schneidet diese Möglichkeit in Hinblick auf die Kontoführungsgebühr recht günstig ab. Lediglich die 60 Cent für ausgehende Überweisungen scheinen recht hoch, allerdings sind dafür eingehende Transaktionen kostenlos. Wer also eine Möglichkeit sucht hauptsächlich selbständig erwirtschaftete Einnahmen von privaten Finanzen zu trennen, und eher wenig ausgehende geschäftliche Überweisungen hat, könnte dieses Angebot durchaus in Betracht ziehen.

DKB Cash bestes kostenloses Girokonto – Empfehlung der Redaktion

Unsere aktuelle Empfehlung ist das DKB Cash Girokonto. Es bietet unter dem Strich die besten Leistungen und ist somit eines der derzeit besten kostenlosen Girokonto auf dem Markt. Wer ein kostenloses Girokonto eröffnen möchte, sollte sich das DKB Cash Konto der Deutschen Kreditbank genauer ansehen. Eine ganz aktuelle Abfrage der Datenbank der FMH Finanzberatung bestätigt die Empfehlung unserer Redaktion. Derzeit ist das DKB Cash Konto das günstigste Girokonto im Vergleich der Banken.

Als Vergleichskriterium wurden je zwei EC-Karten und Kreditkarten bestellt und der Dispositionskredit an 10 Tagen im Monat im Umfang von 1.000 Euro in Anspruch genommen. Das entspricht einer durchschnittlichen Nutzung eines Paares, welches ein gemeinsames Girokonto verwendet und den Komfort einer Kreditkarte nutzen möchte. Dabei lag die DKB Bank bei nur 1,92 Euro Gebühren monatlich an erster Stelle, während die Commerzbank für die gleichen Leistungen 19,79 Euro monatlich verlangt. Aus Jahressicht lassen sich somit über 200 Euro gegenüber dem teuersten Kreditinstitut einsparen.

Das DKB Girokonto kann prinzipiell komplett kostenfrei genutzt werden, wenn man Dispositionskredit nicht nutzt. Im Vergleichstest entstanden die Gebühren nur durch die Überziehung des Girokontos, für das wie üblich ein Überziehungszins anfällt. Alle anderen Transaktionen und sogar Extras sind bei der Deutschen Kreditbank komplett kostenlos. Es handelt sich um ein kostenloses Girokonto ohne Bedingungen. Das bedeutet es wird kein Mindestumsatz erwartet und auch keine bestimmte Anzahl von Transaktionen oder ein bestimmter Betrag, der sich auf dem Girokonto befinden muss, damit es kostenlos ist oder bleibt. Bei vielen anderen Kreditinstituten werden entsprechende Klauseln eingebaut, weshalb ein als kostenloses Girokonto beworbenes Konto nicht unbedingt wirklich kostenlos sein muss.

Die DKB ist hierbei eine positive Ausnahme und hat keine versteckten Kostenfallen. Sogar die Kreditkarte ist beim DKB Cash Konto dabei und ebenfalls komplett kostenlos. Zusätzlich gibt es auf dem Kreditkartenkonto eine attraktive Verzinsung des Guthabens von zur Zeit 1,65% p.a. Das kostenlose Girokonto der DKB Bank ist und bleibt unsere Empfehlung der Redaktion, mit der Sie auf Jahressicht erhebliche Gebühren sparen werden.

Virtuelle Kreditkarte – Ein Kind des Internet-Handels

Die Idee einer virtuellen Kreditkarte ist infolge der in den letzten Jahren steigenden Nutzung des Internets als Einkaufs- und Handelsplattform entstanden, da wie schon in einem vorangegangenen Artikel erwähnt beim Online-Einkauf des Öfteren nur eine Bezahlung per Kreditkarte möglich ist. In den USA sind virtuelle Kreditkarten schon deutlich weiter verbreitet als bei uns in Deutschland. Doch auch hierzulande gibt es inzwischen einige wenige Anbieter dieser speziellen Form der Kreditkarte. Im Prinzip ist die virtuelle Kreditkarte mit den bereits weiter verbreiteten Prepaid-Kreditkarten zu vergleichen, nur dass man keine Plastikkarte erhält, sondern lediglich über die entsprechenden Daten wie Kreditkartennummer, Name des Kreditkarteninhabers, Ausstellungsdatum, Verfallsdatum und Prüfnummer verfügt. Zum Einkauf im realen Handel ist dieses Modell daher nicht geeignet, aber für Online- oder Katalog-Bestellungen hat man damit alles, was man braucht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den bisher gängigen Angeboten um Prepaid-Karten, d.h. die Kreditkarte wird auf Guthabenbasis geführt.

Natürlich stellt sich die Frage, wozu brauche ich eine virtuelle Kreditkarte? Zum einen bietet sich dadurch eine Möglichkeit für Personen, die mangels regelmäßiger Einkünfte oder wegen eines negativen Schufa-Eintrags keine Kreditkarte erhalten, am Online- und Katalog-Handel teilzunehmen. Da die virtuelle Kreditkarte auf Guthabenbasis geführt wird, gibt es auch keine Bonitätsprüfung. Zum anderen kann man eine virtuelle Kreditkarte weder verlieren, noch kann sie einem gestohlen werden. Zudem verliert man selbst in einem möglichen Betrugsfall nur das Guthaben mit dem man die Karte aufgeladen hat.

Gänzlich gebührenfrei ist eine virtuelle Kreditkarte in der Regel aber nicht, wie am Beispiel der Wirecard Bank AG, dem ersten und bisher größten Anbieter auf dem deutschen Markt, zu sehen ist. Die Kontoeröffnung sowie der Erhalt der Online-Kreditkarte sind zwar kostenlos, für Transaktionen werden jedoch Gebühren fällig. Eine Geldeinzahlung per Überweisung kostet einen Euro, per Kreditkarte drei Prozent des Betrages, aber mindestens einen Euro. Das Bezahlen mit der Online-Kreditkarte ist für den Kunden kostenlos, für eine Überweisung auf ein anderes Wirecard-Konto werden 50 Cent erhoben.

Bezahlung beim Online-Kauf

Gerade beim Online-Kauf oder bei Katalog-Bestellungen stellt sich oft die Frage nach der Bezahlung der bestellten Ware. Oft werden zumindest bei deutschen Händlern Nachnahme, Lastschrift oder Bezahlung per Kreditkarte angeboten, manchmal steht aber auch nur der Weg über die Kreditkarte zur Verfügung, z.B. bei Bestellungen im Ausland. Im letzten Fall hat man also ohnehin keine Wahl, im ersten Fall muss man abwägen, welchen Weg man geht.

Eine sichere, aber auch teure Möglichkeit ist die Bestellung per Nachnahme. Zumindest weiß man hier bei der Bezahlung beim Postboten, dass überhaupt etwas geliefert wurde. Allerdings erkauft man sich diese Sicherheit mit einer zusätzlichen Nachnahmegebühr. Außerdem muss man bei Auslieferung auch zu Hause sein und man sollte das Geld möglichst passend parat haben, da der Postbote oftmals nicht rausgeben kann oder will. Also kommt als zusätzlicher Kostenfaktor noch ein Trinkgeld für den Auslieferer dazu. Alles in allem also eine eher umständliche Möglichkeit.

Sehr sicher ist die Bezahlung per Lastschrift. Bei Nichtlieferung oder Lieferung der falschen oder defekter Ware hat der Käufer innerhalb von sechs Wochen die Möglichkeit die Lastschrift zurück buchen zu lassen. So hat der Käufer zusätzlich zum in Deutschland geltenden Fernabsatzgesetz nach dem 14 tägigen Rückgaberecht noch eine Möglichkeit sein Geld zurückzubekommen, falls der Händler nicht entsprechend reagiert.

Die Bezahlung per Kreditkarte ist die unsicherste Möglichkeit. Im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Eine Möglichkeit das Geld über die Bank zurückzuholen gibt es in der Regel nicht. Daher muss man sein Geld vom Verkäufer einfordern und bei Misserfolg rechtliche Wege beschreiten.

Dennoch sollte man nicht zu schwarz sehen. Bei bekanntermaßen seriösen Händlern oder solchen, bei denen man selbst oder Bekannte schon öfter problemlos eingekauft haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen kommt, sehr gering. Man sollte sich also im Vorfeld über den Verkäufer informieren, notfalls auch anhand von Bewertungen im Internet. Eine sicherere Informationsquelle sind aber zweifelsfrei Personen, die man gut kennt.

Kostenlose Kreditkarten

Besonders seit der Finanz- und Wirtschaftskrise suchen immer mehr Leute nach Möglichkeiten Geld zu sparen ohne zu viele Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Eine gute Möglichkeit bietet sich bei den Kosten des täglichen Geldverkehrs. Neben, bzw. mit kostenlosen Girokonten bieten viele Banken auch kostenlose Kreditkarten an. Da sich kostenlos aber oft auf das erste Jahr beschränkt, evtl. ein gewisser Kartenmindestumsatz erforderlich ist oder bestimmte Leistungen letztlich doch gebührenpflichtig sind, sollte man die Angebote gut vergleichen. Auch auf Zusatzleistungen, wie Guthabenverzinsung, Gratis-Kredit oder die Möglichkeit weltweit kostenlos Bargeld an Automaten abzuheben sollte man achten.

Vielfach werden kostenlose Kreditkarten im Paket mit einem oftmals ebenfalls kostenlosen Girokonto angeboten. Das Girokonto fungiert dann als Verrechnungskonto für die Kreditkarte. Sofern das zugehörige Girokonto wirklich bedingungslos kostenlos ist, entstehen dem Kunden dadurch aber keine zusätzlichen Kosten.

Ob für den Erhalt der Kreditkarte ein gewisses regelmäßiges Einkommen nachgewiesen werden muss, hängt vom jeweiligen Kreditinstitut ab. Es gibt aber einige Banken, die zu einem kostenlosen Girokonto ohne Mindesteingang auch eine kostenlose Kreditkarte anbieten. Manchmal handelt es sich dabei aber um sogenannte Debit-Cards, d.h. die Kartenumsätze werden direkt ohne Zeitverzögerung vom Girokonto abgebucht. Im Gegensatz dazu werden Charge-Cards in regelmäßigen Abständen, meistens einmal monatlich abgerechnet.

Schwierig, bzw. fast unmöglich ist es eine Kreditkarte bei einem negativen Schufa-Eintrag zu erhalten. Hier bleibt als Ausweg oftmals nur eine sogenannte Prepaid-Card, d.h. eine Kreditkarte auf Guthabenbasis. Im Rahmen des auf der Kreditkarte befindlichen Guthabens verfügen diese Karten in der Regel aber über den gleichen Leistungsumfang wie normale Kreditkarten.

Kostenlose Kreditkarten kombiniert mit der Möglichkeit weltweit kostenlos Geld an Geldautomaten zu beziehen werden hauptsächlich von Direktbanken angeboten, die selbst nur über ein beschränktes Netz an Geldautomaten anbieten.

Kosten sparen beim Geldabheben

Manchmal kommt man in die Verlegenheit plötzlich relativ schnell Bargeld zu benötigen. Sei es, dass ein Händler keine Karten akzeptiert, der Oktoberfestbesuch teurer wird als erwartet oder dass man auf einem Flohmarkt ein nicht eingeplantes Schnäppchen erstehen möchte, in diesen Fällen wird man sich nach dem nächstgelegenen Geldautomaten umsehen. Was aber, wenn der gefundene Geldautomat nicht zur eigenen Bank oder einem verbundenen Kreditinstitut (z.B. Cash-Group) gehört, oder man sich nicht sicher ist, ob eine bestimmte Bank zu diesem Verbund gehört? In diesem Fall kann man natürlich trotzdem mit der ec-Karte Bargeld abheben, muss aber mit nicht unerheblichen Zusatzkosten (Gebühren für Fremdabhebung) rechnen.

Unter Umständen kann man sich diese Kosten sparen. Immer mehr Banken, vor allem Direktbanken, bieten zu ihrem Girokonto eine Kreditkarte an, mit der euroweit oder sogar weltweit kostenlos Bargeld an Geldautomaten mit dem entsprechenden Zeichen der Kreditkartenfirma (z.B. Mastercard oder Visacard) abgehoben werden kann. Eigentlich als Möglichkeit für die Versorgung mit Bargeld im Ausland gedacht, funktioniert das natürlich auch in Deutschland. D.h. in den oben genannten Fällen sollte man zum Abheben am Automaten lieber die Kreditkarte anstelle der ec-Karte bemühen. Einziger Nachteil: Man muss sich eine weitere PIN merken.

Bei der Auswahl des passenden Girokontos sollte man also durchaus auch auf die zum Konto erhältliche Kreditkarte, deren Konditionen (Preis, Abrechnungsmodus, …) und unter dem oben genannten Gesichtspunkt auch auf die Möglichkeit kostenlos Bargeld vom Geldautomaten abheben zu können achten. Zu empfehlen ist eine Mastercard oder Visacard, da Geldautomaten, die diese Karten akzeptieren, am weitesten verbreitet sind.

Was tun bei Verlust von EC-Karten bzw. Kreditkarten?

Einkaufen mit der EC-Karte oder Kreditkarte ist bequem und spart viel Zeit. Doch was tun, wenn im Urlaub oder auch beim gemütlichen Shoppingvergnügen die Karte plötzlich weg ist? Es ist in einem solchen Fall dringend nötig möglichst schnell zu reagieren. Somit kann bei einem Verlust oder Diebstahl die Karte möglicherweise noch gesperrt werden, bevor ein Dritter damit ungerechtfertigte Abbuchungen oder Zahlungen vornimmt. Der zentrale Sperrnotruf, welcher auf Empfehlung des Bundesministeriums eingerichtet wurde, ist die erste Anlaufstelle dazu.

Eine Notfallnummer nicht nur für Bankkunden

Unter der gebührenfreien Rufnummer 116 116 können sämtliche EC-Karten bzw. Kreditkarten und auch der Zugang zum Online Banking gesperrt werden. Die Notrufzentrale leitet die Daten dann umgehend an ihre Bank weiter und sorgt für eine Sperrung, damit Dritte keinen weiteren Zugriff mehr erhalten können. Der Service funktioniert übrigens nicht nur für Bankkunden, sondern auch bei Mobilfunkkarten, Kundenkarten mit Zahlungsfunktion und sogar Mitarbeiterausweisen mit elektronischer Zugriffskontrolle.

Ein Handy kann in Verbindung mit dem zentralen Sperrnotruf die entscheidende Rettung sein. Die 116 116 funktioniert auch von jedem Handy aus. Handybesitzer sollten sich diese Nummer unbedingt in die Kontaktlinse bzw. Telefonbuchliste einspeichern. Auch bei Kartenverlust im Ausland kann der deutsche Sperrnotruf kontaktiert werden. Es ist dann allerdings nötig die Landesvorwahl für Deutschland 0049 zu wählen. Aus dem Ausland, bei Geschäftsreisen oder im Urlaub erreichen Sie den zentralen Sperrnotruf unter 0049 116116. In einigen Urlaubsländern gibt es allerdings Abweichungen bei der deutschen Landesvorwahl. So ist teilweise statt der 0049 die 00149 zu wählen. Deshalb am besten vor Antritt der Reise die Landesvorwahl für Deutschland aus dem Urlaubsland erfragen.

Weitere Infos zum zentralen Sperrnotruf finden Sie unter sperr-notruf.de Auf der Webseite gibt es auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Sperrnotruf.

Reisekasse: Gut geplant für einen entspannten Urlaub

Die Reisekasse sollte gut geplant sein, um einen entspannten Urlaub ohne finanziellen Engpass zu haben. Je nach Reiseland gibt es einige Besonderheiten, die man unbedingt vorher beachten sollte. In der Euro-Zone ist es dagegen etwas einfacher, da man sich keine Gedanken über Wechselkurse oder einen ausreichenden Bargeldbestand in der Landeswährung machen muss. Grundsätzlich gilt jedoch immer, die Urlaubskasse mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln zu bestücken. Das gilt auch innerhalb Europas.

Das wichtigste Utensil für die Reisekasse ist zunächst ausreichend Bargeld. Sie wissen vor Antritt der Reise nicht, welche unerwarteten Ausgaben unterwegs noch anfallen. Außerdem ist es nicht überall so, dass sofort ein Geldautomat in Reichweit ist. Einige hundert Euro sollte man deshalb immer mit dabei haben. Wichtig dabei ist, das Bargeld möglichst sicher zu verwahren. Es wäre leichtsinnig alles in einem Portemonnaie mit sich zu führen. Stattdessen bietet es sich an Geheimfächer in Jacken oder Taschen zu nutzen oder noch besser größere Bargeldbestände direkt am Körper zu tragen.

Bargeld benötigen Sie auch für kleinere Ausflüge oder wenn man am Urlaubsort essen gehen möchte. Nicht in allen Restaurants ist es möglich mit EC-Karte zu bezahlen, weshalb man hier besser vorsorgen sollte. Auch für kleine Ausflüge, Schiffsfahrten und ähnliches sollte man genügend Bargeld dabei haben. Wenn Sie in ein Land reisen, das eine andere Währung führt, sollten Sie möglichst erst vor Ort wechseln. Meist sind die Wechselkurse im Land deutlich besser, als wenn man bereits von Deutschland aus einen gewissen Betrag in Landeswährung wechseln lässt.

Sie sollten außerdem eine EC-Karte dabei haben, die das Maestro Zeichen trägt. Eine solche Maestro-Card ist europaweit einsetzbar und wird an vielen Tankstellen, Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert. Mit der Maestro-Card können Sie außerdem an jedem Geldautomaten Bargeld in Euro bzw. auch der jeweiligen Landeswährung abheben. Denken Sie unbedingt daran, Ihre Pin-Nummer vor Antritt der Reise zu vernichten. Diese sollte keinesfalls aufgeschrieben und mitgeführt werden. Lernen Sie die PIN unbedingt auswendig, um es Taschendieben nicht zu leicht zu machen.

Auch eine Kreditkarte ist im Urlaub sehr hilfreich. Mit einer VISA-Card oder Master-Card können Sie weltweit Bargeld abheben oder direkt mit der Kreditkarte einkaufen. Die Akzeptanz ist deutlich größer, als bei der Maestro-Card, insbesondere wenn Sie außerhalb Europas unterwegs sind. Mit der Kreditkarte können Sie alle Geldautomaten weltweit nutzen und sich somit immer ausreichende Bargeldbestände holen. Das ist besonders wichtig, wenn man über viele Wochen oder sogar Monate in einem fremden Land unterwegs ist.