Offenbar steigt die Inflationsrate in Deutschland stärker an, als Experten vermutet hatten. Laut Mitteilungen der statistischen Landesämter Bayerns, Baden-Württembergs, Sachsens, Hessens, Nordrhein-Westfalens und Brandenburgs stiegen die Lebenshaltungskosten im November zwischen 1,1 und 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde ein Zweijahreshoch erreicht.
Preistreiber waren dabei vor allem Nahrungsmittel und Energiekosten. So stieg der Preis für Heizöl um ein Fünftel gegenüber November letzten Jahres. Aber auch saisonbedingte Nahrungsmittel, Schuhe und Bekleidung zogen an. Auch in Gaststätten muss der Verbraucher mehr hinblättern, als im Vorjahr.
Fachleute gehen davon aus, dass die Preise in den nächsten Monaten weiter anziehen. Begründet wird dies durch das nach wie vor gute konjunkturelle Umfeld in Deutschland und die steigende Binnennachfrage, die ihrerseits auf erwartete Einkommenszuwächse gründet. In der Tat unterfüttern ja einige namhafte Firmen diese Erwartungen kurz vor Weihnachten durch höhere Gratifikationen und dem Vorziehen von bereits vereinbarten Tariferhöhungen. Experten erwarten die Inflation für 2011 bei knapp unter zwei Prozent.
Ob und wie weit das Einfluss auf das aktuelle Zinsniveau für Anleger haben wird ist fraglich, zumal die Europäische Zentralbank eine Inflation von knapp unter zwei Prozent als Preisstabilität definiert hat und sich demnach nicht genötigt sehen wird, den Leitzins zu erhöhen. Zudem unterscheidet sich die positive Entwicklung in Deutschland momentan auch deutlich von den Aussichten in anderen europäischen Ländern.
Bei meiner täglichen Recherche nach interessanten Neuigkeiten im Banken- und Finanzsektor bin ich heute auf eine kuriose, aber sehr interessante Meldung bei Focus Money Online gestoßen.
Demnach hatte eine Frau das Finanzamt verklagt, weil es die Vorauszahlung einer geforderten Steuernachzahlung wegen eines gleichzeitigen Einspruchs der Steuerzahlerin gegen die Nachforderung nicht annehmen wollte. Klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, hat aber eine plausible Begründung.
Im vorliegenden Fall handelte es sich um eine Steuernachzahlung von mehreren Millionen Euro. Die Steuerzahlerin hatte die geforderte Summe fristgerecht überwiesen und gleichzeitig Einspruch gegen die Nachforderung eingelegt. Das Finanzamt setzte aber die Vollziehung des Steuerbescheids aus und überwies das Geld an die Frau zurück. Die Frau klagte daraufhin mit der Begründung sie erhalte auf dem Kapitalmarkt nur zwei bis maximal 4,3 Prozent Zinsen für die Millionensumme, müsse aber im Falle eines abschlägigen Bescheids gegen ihren Einspruch sechs Prozent Zinsen an das Finanzamt entrichten.
Das zuständige Kölner Finanzgericht gab der Frau Recht mit der Begründung, dass das Finanzamt bei schwelenden Verfahren den strittigen Steuerbetrag nicht gegen den Willen des Steuerzahlers ablehnen oder zurücküberweisen darf. Das Gericht bezeichnete diese Praxis des Finanzamtes mit dem Attribut „ermessensfehlerhaft“. Das Verhalten verstoße auch gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz der Verfassung. Eine Revision zum Bundesfinanzhof in München wurde allerdings zugelassen.
Mein persönliches Fazit: Da ich auch schon in den Genuss von Zinsberechnungen, sowohl zu meinen Lasten, als auch zu Lasten des Finanzamtes gekommen bin und diese bisher immer als gottgegeben angesehen habe, werde ich mir angesichts dieses Themas nochmal meine alten Bescheide ansehen um herauszufinden inwieweit sich diese mit dem jeweils aktuellen Marktgeschehen oder dem Leitzins decken. Interessant wäre auch, ob diese Zinsen bundeseinheitlich oder regional unterschiedlich sind und wer sie eigentlich festlegt. Wenn ich entsprechende Antworten gefunden habe, werde ich diesem Thema bestimmt noch einmal einen Artikel widmen.
Wer eine sichere kurz- bis mittelfristige Geldanlage sucht, steht vor der Entscheidung zwischen einer Festgeld- oder einer Tagesgeldanlage. Experten raten aktuell eher zu Tagesgeld. Dies liegt vor allem an dem derzeitig immer noch niedrigen Zinsniveau, das Festgeldanlagen im Vergleich zum Tagesgeld unattraktiv macht. Vergleicht man ein gutes Tagesgeldangebot, das mit über 2,00 Prozent pro Jahr verzinst wird mit Festgeldangeboten mit dreimonatiger Laufzeit, schneiden Tagesgeldanlagen besser ab. Nach Aussage der FHM Finanzberatung erzielen Tagesgeldanlagen im Durchschnitt 1,08 Prozent im Jahr, während mit Festgeld bei einer Laufzeit von drei Monaten durchschnittlich nur 0,81 Prozent pro Jahr erreicht werden. Erst ab einer Anlage ab ein – bis zwei Jahren kann beim Festgeld eine bessere Verzinsung als beim Tagesgeld erreicht werden. In der aktuellen Niedrigzinsphase empfiehlt sich aber eine langfristige Festlegung eher weniger, da das Kapital im Falle eines Anziehens des Zinsniveaus dann eventuell in einer im Vergleich unattraktiven Anlage festliegt.
Allerdings sollte man sich nicht blindlings nur aufgrund einer aktuell angebotenen guten Verzinsung für ein Tagesgeldangebot entscheiden, sondern auch die Historie, also die Zinsentwicklung in der Vergangenheit in eine Entscheidung einbeziehen. Viele Anbieter locken momentan Kunden mit guten Zinsen, die aber nach aus Sicht des Anbieters erfolgreichen Aktionsphase wieder auf ein deutlich niedrigeres Normalniveau heruntergeschraubt werden. Gerade Angebote mit einer zeitlich begrenzten Zinsgarantie gehören oftmals in diese Kategorie. Ein weiteres Indiz für solche Fälle sind Angebote, die nur für Neukunden gelten. Für ambitionierte Tagesgeldhopper ist das natürlich ein willkommenes Aktionsfeld. Wer aber nicht ständig sein Tagesgeld umlagern will, sollte auf Angebote achten, die schon über einen längeren Zeitraum eine gute Verzinsung bieten und das sowohl für Neu- als auch Bestandskunden. Ein gutes Beispiel dafür ist das mehrfach ausgezeichnete Tagesgeld der Bank of Scotland.
Pünktlich zum 200. Geburtstag des Oktoberfests bietet die Münchner Bank einen WiesnSparbrief zur WiesnMaß an. Letztere oder mehrere davon braucht man aber auch, um sich ernsthaft auf dieses Angebot einzulassen. Laut Münchner Bank handelt es sich beim WiesnSparbrief um ein attraktives Finanzprodukt, das gemessen an der Sicherheit eine gute Verzinsung bietet. Der Haken bei der Sache ist, dass der Sparbrief lediglich zwei Prozent bei drei Jahren Laufzeit bietet.
Um die 30 Banken bieten ihren Sparern höhere Zinsen. Der Sparbrief der estländischen Bigbank wird z.B. bei drei Jahren Laufzeit mit 3,7 Prozent verzinst. Allerdings sollte man bei diesem Angebot auf die Einlagensicherung achten. Der Sparbrief der Bigbank ist nur bis zu 50.000 Euro abgesichert. Mehr sollte man also tunlichst nicht anlegen, wie das Beispiel der kürzlich in Konkurs gegangenen Noa Bank zeigt.
Entsprechend betont die Münchner Bank dann auch die Sicherheit ihrer Anlage. Laut Aussage der Bank haben die Volks- und Raiffeisenbanken eine unbegrenzte Einlagensicherung, die durch den übergeordneten Verband gewährleistet sei und jede Summe decke.
Allerdings gibt es Sparbriefe oder auch Festgeldkonten mit ähnlich hoher oder der gleichen Sicherheit, die aber eine deutlich bessere Verzinsung bieten. So bietet z.B. die Sparda-Bank Hamburg, die ebenfalls im Bankenverband der Volks- und Raiffeisenbanken organisiert ist für dreijähriges Festgeld 2,75 Prozent Zinsen.
Selbst einige Tagesgeldangebote liegen über den zwei Prozent des WiesnSparbriefs und sind dabei nicht auf drei Jahre festgelegt, sondern täglich verfügbar.
Fazit: Man sollte sein Geld also lieber in die ein oder andere WiesnMaß als in den WiesnSparbrief anlegen. O’zapft is!
Tagesgeld ist eine beliebte Anlageform, die sich sowohl bei kleineren als auch größeren Summen lohnen kann, wenn man eine möglichst risikofreie Anlageform sucht. Aufgrund seiner Flexibilität ist Tagesgeld besonders dann interessant, wenn man sich aus welchen Gründen auch immer nicht langfristig festlegen, sondern jederzeit über das angelegte Geld oder Teile davon verfügen will. Zudem ist aktuell der Zinsunterschied zwischen Tages- und Festgeld nicht besonders groß. Ein vordergründiges Kriterium bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos ist natürlich die Höhe des Zinssatzes. Allerdings sollte man auch andere Kriterien beachten und in seine Überlegungen einbeziehen.
Interessant ist der Zeitraum in dem die Zinsen gutgeschrieben werden. Manche Banken bieten eine monatliche Gutschrift an, andere dagegen nur eine jährliche Gutschrift. Hier sollte man den Zinseszins-Effekt beachten. Bei monatlicher Gutschrift wird bereits im Folgemonat ein höherer Betrag verzinst, wodurch sich insgesamt die Rendite erhöht.
Wichtig ist, ob es einen Höchstbetrag für die Anlage oder eine Zinsstaffelung gibt. Im Falle einer Zinsstaffelung muss man je nach anzulegendem Betrag etwas rechnen, um das bessere Angebot zu finden. Normalerweise sinken die Zinsen von Bank zu Bank unterschiedlich ab einem gewissen Betrag. Tipp: Statt zu rechnen kann man größere Beträge natürlich auch splitten und so auf verschiedene Tagesgeldkonten verteilen, dass man jeweils im Bereich des besten Zinssatzes bleibt.
Ein sehr wichtiger Punkt ist die Einlagensicherung. Hier sollte man sich nicht nur bei ausländischen Banken genau informieren, wie man an der aktuellen Pleite der deutschen Noa-Bank sieht, die keinem Einlagensicherungsfonds angehört und für die daher nur die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 50.000 Euro gilt.
Im Tagesgeld-Vergleich auf dieser Website können Sie sich über die Angebote verschiedener Banken informieren.
Das Tagesgeldkonto wird in Deutschland immer beliebter. Doch viele Anleger sind sich über die vielfältigen Möglichkeiten noch gar nicht bewusst. Ein Tagesgeldkonto bietet oftmals ähnlich hohe Zinsen, wie beim Festgeld. Es hat jedoch den Vorteil, dass Anleger täglich über das Geld auf dem Tagesgeldkonto verfügen können. Somit entscheidet der Kunde selbst, ob er nur wenige Tage oder einige Monate oder sogar Jahre seine Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto lässt.
Tagesgeld lohnt sich prinzipiell schon bei kleineren Summen. Eine interessante Option wäre das Gehalt am Monatsanfang zunächst auf das Tagesgeldkonto zu überweisen. Je nach Bedarf kann dann im Laufe des Monats wieder ein Teilbetrag auf das Girokonto zurück überwiesen werden. Gerade bei etwas besseren Löhnen und Gehältern macht sich dieser minimale Aufwand schnell bezahlt. Auf Jahressicht sind so schnell mehrere hundert Euro an Zinsen möglich. Wer noch Geld auf dem Sparbuch hat, sollte dieses sofort auflösen und sämtliche Ersparnisse auf ein Tagesgeldkonto transferieren.
Auch bei größeren Summen, zum Beispiel von Abfindungen, Lebensversicherungen oder Immobilienverkäufen sollte so schnell wie möglich Tagesgeld gewählt werden. Jeder Tag, an dem fünf- oder sechsstellige Beträge auf einem Girokonto verbleiben, verschenkt man bares Geld. Ein Tagesgeldkonto bietet hundertprozentigen Kapitalschutz und ist fast genauso flexibel wie ein Girokonto. Der einzige Unterschied ist, dass keine Überweisungen vom Tagesgeldkonto möglich sind. Es wird dort ein Referenzkonto angegeben (meist das Girokonto), auf das man dann bei Bedarf täglich die Gelder vom Tagesgeld wieder auf das Girokonto zurück überweisen kann.
Wer über Sparanlagen oder das Thema Vermögensaufbau nachdenkt, sollte ebenfalls ein Tagesgeldkonto in Betracht ziehen. Ab dem ersten Euro bekommen Anleger hier bereits vergleichsweise gute Zinsen. In einigen Jahren kann aus einer monatlichen Überweisung von 50 oder 100 Euro auf das Tagesgeldkonto eine ordentliche Sparanlage werden. Es bietet sich hier an, einen Dauerauftrag vom Girokonto zum Tagesgeldkonto anzulegen. Es macht oftmals keinen großen Unterschied, wenn man 100 Euro weniger im Monat ausgibt. Das Tagesgeld wächst auf diese Weise kontinuierlich und kann nach einiger Zeit auch größere Wünsche in Erfüllung bringen.
Beim Tagesgeld gibt es je nach Bank verschiedene Zinssätze. Deshalb sollten Bankkunden genau vergleichen, um die bestmöglichen Zinsen zu bekommen. Mit unserem Tagesgeld Vergleich bieten wir Ihnen einen solchen Service direkt auf unserem Vergleichsportal völlig kostenlos an.
Eine gute Nachricht für alle Sparer: Die Zinsen beim Tagesgeld und Festgeld steigen langsam wieder an. Nach monatelangem Stillstand kommt endlich wieder Bewegung in den Markt. Waren bis vor kurzem noch 1% – 1,6% Zinsen beim Tagesgeld Standard, bieten inzwischen einige Banken wieder 2% und mehr Zinsen beim Tagesgeldkonto. Das Tagesgeld scheint in Deutschland auch immer mehr an Popularität zu gewinnen. Inzwischen bieten weitere Banken ein komfortables und gut verzinstes Tagesgeldkonto an. Ganz neu mit dabei ist die GE Capital Direkt, welche aktuell 2,25% Zinsen bietet und eine große Werbekampagne gestartet hat.
Ein aktueller Tagesgeld Vergleich ist für Verbraucher ratsam, um von den aktuellen Zinssteigerungen bestmöglich zu profitieren. Aktuell liegen die besten Tagesgeld Banken bei rund 2% Zinsen beim Tagesgeldkonto. Der Trend geht weiter nach oben und es scheint realistisch, dass auch bald bis zu 2,5% Zinsen wieder erreicht werden. Der Vorteil beim Tagesgeld ist, dass der Zinssatz variabel ist. Steigen die Zinsen, profitieren auch Bestandskunden von den besseren Konditionen.
Beim Festgeld ist die Entwicklung ähnlich. Mit bis zu 3,3% p.a. wirbt die Targobank aktuell Neukunden. Der Nachteil beim Festgeld ist allerdings, dass Kunden sich hierbei einen längeren Zeitraum binden müssen. Je länger das Geld angelegt werden soll, umso größer wird der Zinssatz. Die Targobank bietet aktuell 3,05% Zinsen für 5 Jahre und ganze 3,3% bei 6 Jahren Anlagedauer.
Bankkunden sollten einen Festgeld Vergleich machen, um die jeweils besten Konditionen für die gewünschte Anlagedauer und Anlagesumme zu finden. Gerade wenn das Geld nur 1-2 Jahre angelegt werden soll, gibt es teils erhebliche Unterschiede. Mit einem unabhängigen Vergleich finden Sie den besten Zinssatz für Ihre Kapitalanlage.